Samstag, 5. Januar 2013

[Buch] Kerstin Michelsen: Sushi oder Labskaus

Sushi oder LabskausSushi oder Labskaus by Kerstin Michelsen
My rating: 3 of 5 stars

Flo hat zum ersten Mal im Leben einen "richtigen" Job an Land gezogen. Der führt sie aus der Provinz nach Hamburg, wo sie als Assistentin der Geschäftsleitung in einer mittelständischen Knopffabrik (sehr originelles Setting, obwohl ich erst etwas befremdet war) anfangen soll. Ihre beiden besten Freundinnen und Helferinnen in allen Lebenslangen leben bereits in der Stadt - eigentlich wäre alles perfekt für den Start in ein neues erfolgreiches Leben. Leider kann Flo den Avancen des smarten Juniorchefs schon bald nicht mehr widerstehen und verstrickt sich in einem komplizierten Verhältnis ohne Zukunft. Und dann ist da noch ihr Kollege, Nachbar und One-Night-Stand Jan, der zu einem echten Freund wird und ihr viel mehr bedeutet, als sie sich anfangs eingestehen will. Viele Irrungen und Wirrungen bringen Flo letztlich fast an den Rand des Wahnsinns und letztlich ein Happy End. Wie es sich für Chick-Lit gehört eben.

Ich habe "Sushi oder Labskaus" in einem Rutsch durchgelesen. Die Story ist kurzweilig, der Schreibstil flüssig und die Charaktere sind zwar extrem überzeichnet, aber das passt ja zum Genre. Teilweise hat mich die Geschichte an Bridget Jones erinnert, nicht zuletzt weil Flo ihren Chef als blonde Version von Hugh Grant beschreibt. Leicht genervt war ich allerdings von Flos Kolleginnen im Knopfimperium, die es alle auf den Juniorchef abgesehen haben und auf Highheels, kurze Röcke und starke Schminke setzen, um ihre Chancen zu erhöhen. Die Darstellung wirkte auf mich nicht wirklich frauenfreundlich, weniger wäre hier mehr gewesen. Mit am meisten habe ich mich über die Szenen mit Flo und ihren Mädels amüsiert, man nimmt der Autorin ab, dass es sich um drei sehr gute Freundinnen handeln muss, die immer füreinander da sind. Interessant auch, dass der Roman mit dem Ende beginnt und man sich als Leser unterschwellig die ganze Zeit über fragt, was Flo wohl in diese Situation gebracht haben mag.

Herzlichen Dank an Kerstin Michelsen für das Rezensionsexemplar für Kindle! 




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