Freitag, 30. November 2012

[Buch] M.C. Beaton: Agatha Raisin and the potted gardener (Buchthema Oktober/November)

Das Buchthema der lesenden Minderheit

- Lies ein Buch mit einer Pflanze im Titel -

hat mich diesmal gar nicht recht angesprungen. Ich war lesetechnisch so mit Büchern ohne Pflanzen beschäftigt, und auch mein SuB gab nicht wirklich was passendes her. Das einzige Buch, das zumindest thematisch passt, war "Agatha Raisin and the Potted Gardener" von M.C. Beaton.

Auf dem Cover sind nämlich gleich vier Topfpflanzen zu sehen. Vier?



In Band 3 der unterhaltsamen Krimiserie um Agatha Raisin, kehrt Agatha aus einem längeren Urlaub in ihr verschlafenes Dorf in den Cotswolds, und damit zu ihrem attraktiven Nachbarn James, zurück, nur um ernüchtert festzustellen, dass der inzwischen mit einer neu zugezogenen Dame angebandelt hat. Die sieht nicht nur äußerst gut aus, sondern hat sich als begnadete Gärtnerin bereits einen Namen im Dorf gemacht. Alle scheinen Mary zu mögen, und auch Agatha holt sich zähneknirschend den ein oder anderen Gartentipp von ihr, sodass der Schock groß ist, als James und Agatha sie eines Tages ermordet zwischen ihren Pflanzen finden - mit Schädlingsmittel vergiftet und kopfüber eingetopft. Ehrensache, dass Agatha und James alsbald auf eigene Faust ermitteln.

Zwischendurch muss sich Agatha aber auch noch über ihren Garten den Kopf zerbrechen, denn obwohl sie von der Gärtnerei überhaupt nichts versteht, hat sie im Dorf bereits angekündigt, an der jährlichen Gartenschau teilzunehmen (und - natürlich - zu gewinnen). Als ihre selbst gesetzten Pflanzen dem Frost zum Opfer fallen, entscheidet sie sich, ihren Garten heimlich von Profis bepflanzen zu lassen. Das kann eigentlich nur schiefgehen, oder?

Ich lese Agatha Raisin sehr gern. Die Cozy-Krimis sind voller Witz und Sarkasmus und "oh so very British" - ich komme aus dem Grinsen oft gar nicht heraus.

Alle Themenbücher gibt es drüben bei der lesenden Minderheit. Beim nächsten Thema habe ich hoffentlich wieder eine treffendere Inspiration.


**Nachtrag: Gerade fällt mir auf, dass der Titel ja doch eine Art Pflanze hat! Raisin = Rosine = getrocknete Traube, also doch nicht "Thema verfehlt" ^^


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Freitagsfüller (4)


1. Ach ich bin so froh, dass endlich Wochenende ist.

2. Wie die meisten Israelis verzichten wir auf einen Adventskranz.

3. Dieses Wetter macht mich noch wahnsinnig. Es soll sich endlich entscheiden, ob es Sommer oder Winter sein will.

4. Twilight-Filme habe ich erstmal genug gesehen.

5. In den nächsten Wochen gibt es viel zu tun.

6. "Mit Geduld und Spucke fängt man eine Mucke" sagte meine Oma immer.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Gemütlichkeit mit Mann und Kind, morgen habe ich Weihnachtsmarkt in der Jerusalem geplant, und Sonntag möchte ich ein Wichtelpaket fertig schnüren !


Mehr Freitagsfüller findet ihr wie immer hier.


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Grandioses Finale mit Vampiren und Wölfen

Bei all der Aufregung der letzten Wochen, ist ein wichtiges Highlight meines Jahres völlig untergegangen:  

Breaking Dawn - Part 2 
 
Der fünfte Twilight-Film bringt die Saga auch auf der Leinwand endlich zum Happily Ever After.

Handlung:
Nach Bellas Verwandlung in eine atemberaubend schöne, starke und auch sonst einfach wunderbare Vampirmama scheint das Leben der Familie Cullen perfekt. Einzig das Wachstum ihrer Tochter macht den jungen Eltern Sorgen, denn das Halbvampir-/Halbmenschenkind entwickelt sich vielfach schneller als normale Babies. Diese Sorgen sind jedoch sofort  vergessen, als eine frühere Freundin die Familie bei den Volturi anschwärzt - zu Unrecht natürlich, aber das schert die Volturi nicht wirklich, denn die scheinen nur auf einen Grund gewartet zu haben, endlich mit den Cullens abzurechnen.

Wie schon in Breaking Dawn - Part 1 und Eclipse war ich auch diesmal wieder am Premierenabend im Kino. (Anders als letztes Jahr waren diesmal dankenswerterweise keine kreischenden Teenies im Saal, was wohl a) an der späteren Stunde und b) "Pillar of Defense" lag. (Wer braucht schon Kino, wenn es vor der Haustür real-life Action umsonst gibt?)

Ich mochte den Film. Mir hat er besser gefallen als der Vorgänger, und ich finde, er bringt die Serie wirklich zu einem würdigen Abschluss. Er hat alle wichtigen Szenen aus dem Buch, wunderschöne Schmacht-Bilder, einen völlig überraschenden Twist am Ende, den ich in seiner Schrecklichkeit erst gar nicht fassen konnte, und sogar all die neuen "Nebenvampire" kamen ihren Buchcharakteren angemessen nahe. Im Abspann werden alle Schauspieler der gesamten Serie mit Szeneneinblendungen gewürdigt, was mir persönlich mit am besten gefallen hat. Und natürlich die erste Jagd, Jacobs "Outing" vor Charlie, der Einzug ins Cottage, Jacobs Prügel und der Showdown. Alles in allem ein wirklich schönes Abschiedsgeschenk für die Fans.

Danke Stephenie Meyer und Bill Condon  !
















(Fotos geliehen von https://www.facebook.com/twilight)



Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Mittwoch, 28. November 2012

Parteienlotto und Politikerrecycling

2013 darf ich das erste Mal für die Knesset wählen. Beim letzten Mal (2009, als die Kadima-Partei unter Tsipi Livni die Wahlen gewonnen hat und trotzdem nicht regieren durfte) habe ich als Gerade-noch-nicht-Staatsbürgerin die Urne knapp verpasst. Damals hätte ich ohne zu zögern Kadima (=Vorwärts!) gewählt, ich hatte große Hoffnung, dass Frau Livni Israel wirklich voran bringen kann. Diesmal bin ich ziemlich ratlos. Die Herren und Damen in der Politik haben in letzter Zeit so viel hin- und her gewechselt, fusioniert und gespalten, sich aus der Politik zurückgezogen, nur um dann mit einer ganz neuen Partei doch wieder am Start zu sein, dass mir schon der Kopf raucht. Die Jerusalem Post twitterte gestern sehr treffend:
Israel: not so great at recycling paper & plastic; great at recycling politicians.
Livni hat gestern ebenfalls eine neue Partei gegründet und versucht wohl noch, den einen oder anderen ehemaligen Kollegen zu sich abzuwerben. Ich schätze, sie wird es damit in die Knesset schaffen (die Hürde liegt bei nur 2%), aber ich bezweifle, dass eine zersplitterte Opposition wirklich handlungsfähig sein wird. Olmert (Premier von 2006-2009) könnte auch noch den einen oder anderen Comeback-Stunt hinlegen (ein paar Wochen hat er ja noch) und bereits einen Tag nach Ehud Baraks Pensionierung wird gemutmaßt, ob er es wohl irgendwann doch noch mal probiert mit der Politik.

Wer soll sich da noch auskennen?

Nicht mal nach Farben kann man wählen, denn die viel diskutierten Parteien schaffen es nicht mal, sich designtechnisch wirklich voneinander abzugrenzen. Seufz.

Logo-Design bei den israelischen Parteien (Auswahl)

Vielleicht wähle ich den Herrn Ex-Nachrichtensprecher. Der sieht wenigstens schick aus und laut einer von ihm gestern veröffentlichten Umfrage will ihn eine von fünf Frauen wählen. Woran's wohl liegt?  ^^


(Disclaimer: Dieser Artikel ist nicht bitterernst gemeint. Wollte ich bitterernst über Politik schreiben, käme ich aus dem Heulen gar nicht mehr raus.)


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Sonntag, 25. November 2012

Liebliche Tänzerinnen, lärmende Krieger

Im Kindergarten meiner Tochter wissen die Mädels noch, wo ihr Platz ist, wie das musikalische Hanukka-Fest letzten Freitag bewies.

Da waren die Rollen nämlich ganz klassisch verteilt: Die Jungs durften als kriegerische Makkabäer einen kernigen Rap vortragen, die Mädels mit goldigen Ölkrügen zu niedlicher Musik um sie herum tanzen. Nächste Szene: Die Jungs bekamen Trommeln und sollten "ordentlich Lärm" darauf machen, die Mädels führten einen pastelligen Tüchertanz vor.

Meine Fresse.

Im letzten Jahr war es der Erzieherin ein Anliegen, die Rollen gut zu durchmischen. Man hat sie als Feministin belächelt.

Nein, ich finde es nicht schlimm, wenn Mädchen gerne hübsche Tücher mögen und tanzen, aber kann man sie nicht wählen lassen, ob sie lieber eine Tänzerin oder einen Krieger darstellen wollen? Ist das zu viel verlangt? Was habe ich es als Kind gehasst, wenn man mich in das typische Mädchenschema hat stecken wollen, und ich bin sicher, dass es auch heute Mädchen gibt, die viel lieber lärmen und raufen wollen, als dekorativ Tüchlein schwingen. (Oder Jungens, die gerne tanzen)

Aber man darf ja nicht meckern, immerhin haben sie einen hübschen Leuchter gebastelt.





Freitag, 23. November 2012

Freitagsfüller


1. Eine Welt in der alle Menschen in Frieden leben, kann ich mir gar nicht vorstellen.

2. Bei einem Live-Rollenspiel würde ich gerne mal mitmachen.

3. Ich bin dankbar für meine Familie.

4. Wenn genug Gemüse drin ist, brauche ich kein Fleisch in meinem Lieblingseintopf.

5. Es ist doch egal, dass ich versuche meine Tochter zu einem selbstbewussten Menschen zu erziehen, wenn sie dann im KiGa doch wieder in die Mädchenschublade gesteckt wird. 

6. Der Klimaanlagentechniker hat es diese Woche wieder nicht geschafft, unsere Heizung zu reparieren.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett , morgen habe ich Bettruhe geplant und Sonntag möchte ich wieder gesund sein!


Alle Lückentexte wie jeden Freitag bei Scrap-Impulse


Donnerstag, 22. November 2012

Graffiti in Tel Aviv

Jetzt, da erstmal wieder Ruhe ist (hoffentlich für länger, die Hoffnung stirbt zuletzt), kann ich mich langsam wieder fröhlicheren Themen zuwenden :) Und was wäre dafür passender als ein paar bunte Fotos aus Tel Aviv?

Ein Ausflug führte uns in den tiefen Süden der "besten" Stadt auf eine Graffiti-Tour (die übrigens ganz offiziell über das Tourismusbüro vermarktet wird). Wer hätte gedacht, dass es über Graffiti so viel zu erzählen gibt? Leider, leider hatte sich meine Kamera mal wieder eigenmächtig auf eine minimalistische Resolution verstellt, sodass die Fotos eine grauenhafte Qualität haben und keinen Raum für grafische Spielchen lassen. Ich zeige sie trotzdem.

Graffiti von 'Klone'
Hier hat einer eine Schablone benutzt: "Meine Aufgabe ist es, Farbe in euer graues Leben zu bringen"
(Warum er das in schwarz sprüht, ist mir allerdings ein Rätsel...)

Ein bisschen Guerilla Street Art zwischendurch (es handelt sich um hunderte kleine Zierschleifchen)
Bunte Seitenstraße (hinter dem blauen Tor links wohnen tatsächlich echte Menschen)


"Besonderes (Mädchen?)" - da steht nur 'besonders' in weiblicher Form
Tauben (so sehen sie richtig nett aus, auf unserem Balkon kann ich sie nicht leiden)

Beten Richtung Tel Aviv

Mittwoch, 21. November 2012

Scheiße.

In Tel Aviv gab es gerade einen Terroranschlag in einem Stadtbus. Die Hamas hat sofort die Verantwortung übernommen*, der Attentäter konnte zunächst entkommen. Die Explosion habe ich im Büro gehört. An der Stelle laufe ich täglich zweimal vorbei. Zum Glück war der Bus nicht voll besetzt, sodass es "nur" Verletzte und Schwerverletzte gab.



* Korrektur: später hat sich herausgestellt, dass wohl eine Gruppierung aus der Westbank verantwortlich war

Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Angeschlagen

Ich bin krank. Jedes Jahr um diese Zeit haut's mich um. Wenn es tagsüber noch warm ist, nachts aber schon richtig frisch wird und um mich herum alles hustet und schnupft, erwischen sie mich immer, die bösen Erkältungserreger.

Abgesehen davon, habe ich die Tage, ob der angespannten Lage bei uns, ohnehin wenig Kraft, heiter daher zu bloggen. Man möge es mir nachsehen.

Michael Ancher

Sonntag, 18. November 2012

Helden - Hinter dem "Iron Dome"

Das israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" (Heb.: "Kipat Barzel") hat in den letzten Tagen über 250 Raketen aus dem Gazastreifen abgefangen. Mit 90%-Treffergenauigkeit bietet die Abwehr ein gewisses Maß an Sicherheit für die 3,5 Millionen Israelis, die inzwischen in Reichweite der Raketen leben. Oder in anderen Worten: Fast die Hälfte der israelischen Bevölkerung ist betroffen.
 
Das folgende Video einer Iron Dome-Einheitstruppe hat mich berührt, denn es zeichnet ein sehr persönliches Bild "unserer" jungen Männer und Frauen, die für mich und meine Landsleute ihren Kopf hinhalten. Immer wieder. Danke, dass es euch gibt :)





Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Samstag, 17. November 2012

Kein Apfelbäumchen

Abseits vom Kriegsgeschehen habe ich gestern im Kindergarten meiner Tochter geholfen, einen Garten anzulegen. Gemüse, Kräuter und Blumen. So schön.





Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Freitag, 16. November 2012

Mal wieder: Lied zum Wochenende

Schmerz der Soldaten von Idan Amedi



Textauszug:

Du hast ja keine Ahnung,
wie viel ich versucht habe,
dir zu verheimlichen.
Die Albträume,
die Schreie, Blut auf der Uniform.
Du kannst nicht verstehen,
warum ich schon lange nicht mehr ich selbst bin.
Die Bilder jener Nacht laufen vor mir ab,
Tränen, der Schmerz der Soldaten.


Den ganzen Text auf Englisch kann man hier nachlesen.

Oh, wenn es nur keine Bodenoffensive gibt... Aber seit dem Angriff auf Jerusalem vorhin wage ich kaum noch zu hoffen, dass sie noch zu verhindern ist.

Ein Haufen Links zum aktuellen Geschehen um "Pillar of Defense"

Es ist gar nicht so einfach, sich im Mediendschungel der letzten Tage durchzufinden. Vor allem, wenn man sich eine umfassende Meinung bilden und sich nicht stur auf die Phrase "Israel zettelt zu Wahlkampfzwecken einen Krieg gegen die Palästinenser an" verlegen möchte.

Ich selbst komme mit dem Lesen kaum hinterher, geschweige denn dazu, selbst sinnige Kommentare zur aktuellen Lage zu schreiben, daher heute mal eine kleine, aber feine Linkliste.

Lila aus Rungholt mit einem ebenso wütenden wie berührenden Appell: An all die Mahner, Kopfschuettler, Abwiegler (Ihr Blog ist überhaupt sehr lesenswert)

Die Welt mit einem Artikel über das Leben an der Grenze zum Gazastreifen: 15 Sekunden, um aus der Dusche zu hetzen

Außerdem: Wer war Ahmed Dschabari? Die Welt über den General der Hamas und warum es gute Gründe gab, ihn auszuschalten.

Haaretz.com berichtet topaktuell im Live-Blog.

Die israelische Armee erklärt, was sie alles dafür tut, dass keine Zivilisten im Gaza-Streifen zu Schaden kommen: How Does the IDF Minimize Harm to Palestinian Civilians?

Außerdem Hintergründe über das Recht auf Verteidigung und vor welchem Feind sich Israel da eigentlich verteidigt: What Gives Israel the Right to Defend Itself?

BBC-Video: Interview mit Jonathan Sacerdoti zum Konflikt
 
Nachdenklicher Kommentar über den Parallelkrieg in den sozialen Medien (ich bin da selbst auch zwiegespalten): Laptop warriors engage in Israel-Gaza Twitter battles


Eine zerstörte Windschutzscheibe nach einem Raketenangriff auf Ashdod (Haaretz)

Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Donnerstag, 15. November 2012

Tag im Zeitraffer

Sicher fragen sich manche, wie es uns gerade so ergeht hier bei uns. Die Medienmaschinerie ist ja jetzt auch in Deutschland angelaufen (typischerweise erst als Israel nach tagelangem Raketenbeschuss der Hamas reagierte), sodass man sicher so einiges hört bei euch. Aus akutem Zeitmangel (ich habe viel mit Twitter gespielt heute), hier nur kurz mein Tag jenseits des Kriegsgeschehens im Zeitraffer:

Gegen 7:30 - Kind im KiGa abgegeben, wo ihr die Betreuerin erzählt, dass in Beersheva Raketen fallen. Danke auch, das hätte ich meinem Kind gerne selbst und anders erzählt.

Auf dem Weg zum Zug kurz Radio gehört. Ein Armeesprecher erklärt, dass bislang nur sehr punktuell militärische Ziele angegriffen werden, man aber fürchtet, die Aktion ausweiten zu müssen.

In Tel Aviv ist alles wie immer. Leute eilen zur Arbeit, der Verkehr tobt, keine Anzeichen von Krieg.

Auf Twitter lerne ich, dass 3 Israelis durch eine Rakete aus dem Gazastreifen getötet wurden. Scheiße ist das. Meine Freundinnen im Süden verbringen den Morgen hauptsächlich im Bunker. 

Die Drohungen der Hamas, man wolle auch Tel Aviv bald ins Visier nehmen, machen dann doch einige Kollegen unruhig. Der Chef informiert sich über die Fluchtwege und Schutzräume in unserem Gebäude.

Auf dem Weg nach Hause höre ich wieder Radio. Dort werden heute nur Musikwünsche von Hörern aus dem Süden gespielt. Jedes Mal wenn es irgendwo Raketenalarm gibt, wird die Musik abgeblendet und die Anweisung durchgegeben, die Betroffenen mögen sich in Sicherheit begeben.

Gegen 19:00 lese ich auf Twitter, dass in Tel Aviv seit 20 Jahren das erste Mal wieder Raketenalarm ausgelöst wurde. Ich kann es nicht glauben und rufe meine Schwiegereltern an. Ja, sagen sie, es sei tatsächlich Alarm gewesen und man sei zur Sicherheit ins Treppenhaus gegangen. Einen Einschlag hätte man auch gehört, aber es sei wohl zum Glück nichts passiert. Ich sorge mich. In den alten Wohngebäuden in Tel Aviv gibt es noch keine Schutzräume in jeder Wohnung und wohl bei weitem nicht genug für alle Einwohner.

Von meiner Schwägerin (wohnt mit Mann und 3 Kindern bei Tel Aviv) erreicht mich eine - halb scherzhafte - SMS: "Dürfen wir bei euch wohnen kommen?" 

Und wir? Leben einstweilen weiter unser Leben. Gleich gehe ich ins Kino. Surreal. 




Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Mittwoch, 14. November 2012

Hallo Twitter!

Nein, ich kann nicht erklären, warum "twittern" wichtig ist oder wie "twittern" überhaupt genau geht. Ich weiß auch nicht, ob ich das auf Dauer machen muss. Aber ich will es ausprobieren und dann sehen wir ja wie's geht :)

Dieser Blogpost ist in erster Linie ein Test, ob Twitter meine Blogposts ordentlich publiziert. Wer mir auf Twitter folgen will, darf natürlich gerne auf das kleine Vögelchen klicken. In nächster Zeit kommen dort wahrscheinlich hauptsächlich allerlei Beiträge ("retweets") zum aktuellen Geschehen im Süden Israels.



Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Israelis erschrecken *gnihi*

Es gibt eine ganze Reihe Aktionen mit denen man Israelis garantiert immer aus der Reserve locken und das Image des merkwürdigen Ausländers aufpolieren kann. Ich erwäge, eine Serie daraus zu machen.

Heute: Saunieren an einem verregneten Novembertag

Ich gehe jetzt nicht näher darauf ein, wie merkwürdig es ist, dass der Saunabereich in unserem Gesundheitsclub direkt neben dem Schwimmbecken angesiedelt ist und weder eine gescheite Kaltwasserdusche, noch vernünftige Ruhemöglichkeiten zu bieten hat. Auch nicht darauf, dass ich die Temparatur auf unter 70°C schätze und auch nicht darauf, dass ein patenter Saunabesucher seinen eigenen Aufguss mitgebracht hatte und damit innerhalb kürzester Zeit die Sauna in ein Dampfbad verwandeln konnte. Ich genieße es nämlich trotzdem, denn Sauna ist Sauna und das Immunsystem will gestärkt werden. Den Israelischreck aber inszeniere ich nach dem Saunagang, indem ich mich zum Frischluftschnappen in den Außenbereich des Clubs begebe. Es nieselt leicht, die Regenluft streicht sanft über mich, kalt ist anders. Trotzdem geht keine Minute ins Land bis man mich anspricht, als hätte mich der Wahnsinn gepackt: "Was machst du da!?!?? Ist dir nicht kalt?" - "Nein. Ich sauniere. In Finnland geht man danach sogar in den Schnee." - Entgeistertes Starren.

Da wäre ich heute auch gern (Foto: Tiago Fioreze)

Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Montag, 12. November 2012

12 von 12 (November)

Heute war wieder "12 von 12", und ich habe sogar schon morgens daran gedacht ;) An jedem 12. des Monats knipsen alle Teilnehmer 12 Fotos aus ihrem Alltag und stellen sie anschließend bei Frau Kännchen aus.

Kalendereintrag ;)
Früher Regenbogen
Ganz plötzlich ist es Winter geworden
So sehr, dass ich zum ersten Mal mit Stiefeln und Mantel unterwegs bin
Guten Morgen, Tel Aviv!
Guten Morgen, Frau Schnecke :)
Brot fast wie daheim
Es geht doch nichts über einen Mitnehmkaffee
Raketenticker von letzter Nacht
Taschenkontrolle auf dem Weg zum Bahnhof
Jetzt bloß nicht schwach werden!
Bye bye, Tel Aviv...

Mehr "12 von 12" gibt es wie gesagt hier zu bestaunen. Bis nächsten Monat!  

[Buch] Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwandDer Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand by Jonas Jonasson
My rating: 4 of 5 stars

An seinem 100. Geburtstag entscheidet Allan Karlsson sehr spontan, dass er jetzt von seinem Leben im Pflegeheim genug hat (vor allem von Schwester Alice, "der alten Giftspritze"), steigt aus seinem Fenster im Erdgeschoss und haut ab. Kompliziert wird sein Vorhaben dadurch, dass er am Busbahnhof einen Koffer mitgehen lässt, ohne zu ahnen, dass sich darin 50 Millionen Kronen befinden. Bald suchen ihn die zwielichtigen Kofferbesitzer, die schwedische Polizei und die Presse. Ein rasantes Abenteuer nimmt seinen Lauf und jagt den Leser nicht nur kreuz und quer durch Schweden, sondern in Rückblenden aus Allans bewegtem Leben auch über den ganzen Erdball.

Ich habe dieses Buch sehr genossen. Die wahnwitzige Story mit ihrem greisen Helden und seinen Mitstreitern, die allesamt so skurill sind, dass sie fast schon wieder authentisch wirken, kommt in einem so erfrischenden Schreibstil daher, dass man als Leser sofort und unweigerlich in ihren Bann gezogen wird.

Zitat:
Oje, dachte Allan. Er sehnte sich wirklich ganz schrecklich nach einer Mahlzeit und einem Bett. Das Leben war kräftezehrend, seit er beschlossen hatte, noch etwas damit weiterzumachen. Man mochte über das Altersheim ja sagen, was man wollte, aber dort bekam man wenigstens keinen Ganzkörpermuskelkater.
(S. 72)

In einer zunehmend dem Jugend- und Schönheitswahn verfallenden Gesellschaft setzt Jonas Jonasson mit Allan Karlsson einen fast schon ungehörigen Gegenpol. Einfach wunderbar!


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Sonntag, 11. November 2012

Wie in einer anderen Welt (Raketenregen)

Der Süden Israels steht wieder unter Beschuss. Innerhalb von 24h sind aus dem Gazastreifen über 75 Raketen auf israelische Städte abgefeuert worden. Meine Freundin Chutzpi bloggt, knapp 40 Autominuten von hier entfernt, über die besondere Herausforderung, Kinder rechtzeitig in den Schutzraum zu bekommen, wenn die Sirene geht:
Heute abend um 21 Uhr, als die Kinder schon friedlich (und tief!) schlafend in ihren Betten lagen, heulten die Sirenen los.
1. Erkenntnis: Tief schlafende Kinder sind sehr schwer weckbar....
Weiterlesen: Es geht wieder los: ALARM!


Die Bloggerin Lila beobachtet die Lage besorgt aus dem hohen Norden:
Egal was die deutschen Medien von Spirale der Gewalt und so weiter daherreden – ohne den staendigen, durch nichts zu rechtfertigenden Beschuss israelischer Zivilisten aus dem Gazastreifen gaebe es gar keine Eskalation. Angriffe aus dem Gazastreifen sind der Grund dafuer, eindeutig. Seit dem Rueckzug Israels aus dem Gazastreifen ist es vollkommen unverstaendlich fuer rationale und normale Menschen, wieso dieser Beschuss ueber Jahre hinweg weitergeht.
Weiterlesen: Letters from Rungholt


Und ich? War heute morgen luxuriös sporteln und saunieren und fühle mich damit wie in einer Parallelrealität. Und sorge mich, was wohl als nächstes passiert...

Quelle: Jerusalem Post


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Samstag, 10. November 2012

Kleinstfragmente (6)

Eine freudige Überraschung 

kam gestern per Post. Einen Adventskalender für mich ganz allein hätte ich dieses Jahr nun gar nicht erwartet. Vielen Dank liebe Mama :)


***
Einen kruden Roman 

habe ich dieser Tage gelesen. Die Studie "Sacred Fields" war ein kostenloser Kindle-Tipp, wie sie täglich auf http://www.xtme.de veröffentlicht werden. Da der Roman im Nahen Osten spielt und den Konflikt aufgreift, war ich gespannt, was sich der Autor wohl ausgedacht hat. Leider konnte er mich nicht wirklich überzeugen. Zu verstiegen der Plot (obwohl er durchaus Potential gehabt hätte), zu bemüht die Einbeziehung von historischen und politischen Hintergründen, die wirken, als hätte man ganze Artikel aus Wikipedia einfach in die Handlung kopiert. Zudem wurde ziemlich jedes Klischee bedient, das der durchschnittlich nahostinformierte Mensch so kennt und hegt. Anstrengend. Besonders "eigen" auch der Stil: Stromhausen strapaziert die literarischen Stilmittel, insbesondere Metaphern und Vergleiche, bis zum Exzess. (Von den Schreib- und Grammatikfehlern mal ganz zu schweigen)

Zitate:
"Mulder hatte ungefähr so viel Lust dorthin zu fahren, wie zehn Affen es Leid waren, mit ihrem nackten Arsch einen Eisberg zu wärmen."
"Sein Kopf färbte sich purpurn vor Wut und Enttäuschung, während seine Lippen so hastig wie die Flügel einer wütenden Wespe vor dem Stich in das Fleisch eines Feindes vibrierten."
Ok....

***

Der israelische Mobilfunkmarkt

wird seit einiger Zeit nicht mehr von einem Oligopol beherrscht, neue Anbieter schießen wie Pilze aus dem Boden. Den Nutzer freut's und das Konzept - Billigflatrates im Direktvertrieb über das Internet - scheint aufzugehen.

Quelle: HOT Mobile
Nachdem ich dem Treiben einige Monate zugesehen hatte und keine Katastrophenberichte zu hören bekam, entschied ich mich letzte Woche ebenfalls für den Wechsel. Die Anmeldung kostete nur wenige Klicks auf einer Internetseite, drei Tage später bekam ich meine neue SIM-Karte per Kurier nach Hause geliefert. Da ich meine gewohnte Nummer behalten wollte, musste ich als letzten Schritt noch deren Übertragung auf meinen neuen Anbieter beantragen - ebenfalls vollautomatisch. Wenige Stunden später konnte ich alle Dienste wie gewohnt nutzen - für rund ein Drittel der Monatsgebühr zu Oligopolzeiten. Ich muss sagen, dass mich der reibungslose Wechsel dann doch etwas überrascht hat. Feine Sache das.



Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Freitag, 9. November 2012

Freitagsfüller (3)

1. Heute bin ich noch nicht richtig wach. 

2. Müsste ich dringend entsorgen: Meine Massen an längst veralteten Visitenkarten.

3. St. Martin habe ich als Kind geliebt. In Israel gibt es diese Tradition nicht.

4. Ist es ein Zeichen von akutem Erwachsenenwerden, wenn das Vorschulmädchen einen Kindergartenfreund heiratet? (Auch noch ohne uns vorher gefragt zu haben!)

5. Eine Software zur Umwandlung von Gedankengängen in fix und fertige Blogposts müsste mal jemand erfinden.

6. Im Übrigen regnet es jetzt doch bei uns :)

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Hühnersuppe, morgen habe ich einen Ausflug geplant und Sonntag möchte ich mal Feldenkrais ausprobieren!


Alle Freitagsfüller gibt es hier. Danke für den Lückentext :)


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Donnerstag, 8. November 2012

Die Mär vom großen Regen

Pfützenpalme
Seit Tagen redet man in Israel von der Schlechtwetterfront, die am Wochenende auf uns zukommen soll. Heute morgen im Treppenhaus klärte mich sogar unsere 4-jährige Nachbarstochter mit wichtiger Miene darüber auf, dass es heute abend Regen geben soll.

Regen, müsst ihr wissen, ist in Israel ein sehr wichtiges Ereignis, weil es monatelang überhaupt nicht stattfindet. Nur leider kommt der Regen nie wann er angekündigt ist und selten so ergiebig, wie er angekündigt ist. So verwundert es auch kaum einen, dass es zumindest bei uns heute keinen Regen gab, und da es bereits 5 vor 12 ist, wage ich die Prognose, dass es heute auch keinen mehr geben wird.

An der Küste sieht es vielleicht anders aus, denn auf dem Rückweg von einer Sitzung in Jerusalem bot sich mir Richtung Tel Aviv eine beeindruckende Aussicht auf Blitz- und Wolkenspiel. Vielleicht steckt das Unwetter ja noch dort fest und zieht etwas später zu uns weiter.




Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Dienstag, 6. November 2012

Happy Election Day!

Die USA wählen heute, und ich bin sehr gespannt, ob Obama noch mal gewinnt. Sage ich jetzt mal ganz neutral, denn wenn ich in unzähligen Gesprächen mit meinen amerikanischen RL-Freunden in den letzten Jahren eines gelernt habe, dann das, dass es keine eindeutige Antwort auf die Frage gibt, wie (oder von wem) dieser gigantische Staat regiert werden sollte.

Auf der Kids-Seite der Washington Post habe ich einen sehr hübschen Artikel gefunden, der kindgerecht und prägnant die wesentlichen Eckdaten zum Wahlsystem liefert. Außerdem gibt es dort eine Ausmalkarte der 50 Staaten nach Wahlergebnissen und eine Punkteliste auf der die Wahlmännerstimmen dokumentiert werden können. Gefällt mir, und wäre da nicht die blöde Zeitverschiebung, würde ich bei diesem Projekt womöglich mitmachen ;)
Quelle: Washington Post


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Montag, 5. November 2012

Sport.

Ich war mal einigermaßen sportlich. War. Ist Jahre her, und in letzter Zeit beschränkt sich meine körperliche Aktivität auf Treppensteigen (aber nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt) und den täglichen Marsch vom Bahnhof ins Büro.

Das wird sich jetzt radikal ändern, denn seit Freitag bin ich Mitglied in unserem hiesigen Fitnessclub mit Indoor-Schwimmbad. In der festen Überzeugung, dass dort sonntagmorgens wahrscheinlich nichts los sein wird, packe ich früh also frohen Mutes meine Badesachen und mache mich auf, um ein paar einsame (!) Bahnen zu ziehen. Niemals hätte ich mit einem solchen Ansturm gerechnet! Der Schwimmbereich ist dicht mit einem umtriebigen 70+ Publikum bevölkert, die Hälfte des Bades für Wassergymnastik blockiert, sodass sich auf den verbliebenen drei Bahnen Schwimmer aller Geschwindigkeitsstufen stauen. Letztlich finde ich mein Plätzchen mit einer gemütlich dahin schwimmenden Dame, die ich immer überholen muss, und einer rasanten Sportschwimmerin, von der ich immer wieder überholt werde. Zum Bahnen zählen komme ich vor lauter Stress nicht, also nehme ich mir eine halbe Stunde zügiges Schwimmen vor.

Quelle: Wikipedia
Zwischendurch spiele ich gedanklich durch, wie peinlich es wäre, sollte mich plötzlich vor all diesen Leuten ein Schwächeanfall inklusive Wiederbelebung durch den Rettungsschwimmer ereilen, komme aber fast augenblicklich zu dem Schluss, dass es noch peinlicher wäre, bereits nach 10 Minuten wieder von dannen zu schleichen.

Durchhalten ist also angesagt.

Gerade so schaffe ich meine halbe Stunde, während ich mich konstant sorge, wie wohl mein Bikinihöschen unter Wasser aussehen mag. Es sitzt nämlich nicht mehr wirklich stramm und bläht sich mit jedem Beinschlag auf. Ich nehme mir vor, einen hochathletischen Schwimmanzug zu kaufen. Außerdem brauche ich eine Schwimmbrille, denn das Wasser ist so chlorverseucht, dass ich letztlich mit knallroten Augen aus dem Becken krieche.

Hach, was ist Sport befreiend für Körper und Seele, denke ich mir trotzdem, und fühle mich den restlichen Tag über ganz beschwingt. Das rächt sich zwar einen Tag später in einem hässlichen Muskelkater am ganzen Körper (wovon eigentlich?), aber man soll ja auch spüren, dass man was getan hat.



Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Samstag, 3. November 2012

Heimlich still und leise...

... hat sich der November angeschlichen. Klimatechnisch spüren wir es zwar (noch) nicht, aber das kann ja noch kommen. Es wäre auch Zeit, denn das Tochterherz hat heute eine (!) Sandale verloren, und ich habe sowas von keine Lust, im November noch mal neue zu kaufen. Hmpf.

Passenderweise kam im Radio gestern "November Rain" und hat eine ganze Reihe nostalgischer Gedanken ausgelöst. Zum Beispiel wie man damals, Anfang der frühen 1990er, stunden- und nachmittagelang mit der Videokassette im Anschlag auf das eine Musikvideo gewartet hat, um es sich aufzunehmen und dann immer und immer wieder anschauen zu können. Das waren noch Zeiten. Die Jugend von heute weiß ja gar nicht, wie einfach durch YouTube alles geworden ist, ts ts.. ^^

Freitag, 2. November 2012

[Buch] Mini-Rezensionen [Oktober]

Im Oktober habe ich überraschenderweise recht viel gelesen. Irgendwie erschien mir das gar nicht so...

Neben The Copper Sign, SALVA und Fünf, waren die Bücher aber alle nicht so beeindruckend, dass sie eine eigene Rezension verdient gehabt hätten. Daher hier jetzt in mini, wie immer auf Deutsch oder Englisch nach Laune:

MetaGameMetaGame by Sam Landstrom
My rating: 2 of 5 stars

Life is a game. Literally, for in Sam Landstroms world, society is living in a constant game state ever striving to make the top list of players and eventually earn immortality. I might be lacking the brains and/or imagination to fully appreciate MetaGame but at some point I must say I just kept reading to get it over with. Landstrom is full of intriguing ideas and dreamt up a complex future cyber-world I'll give him that, but for me it didn't quite work. Either the plot was too thin or the novel too packed with cyberpunk details and explanations slowing it down - I can't quite make up my mind about that.

*** 

Alice's Adventures in Wonderland Alice's Adventures in Wonderland by Lewis Carroll
My rating: 2 of 5 stars

I didn't want to give this only one star because I do think that there must be something to it if it's such a popular classic, but the truth is: I didn't enjoy this read at all. It just didn't work for me and I kept wondering if the author consumed any funny substances while writing it... ^^ (Frankly, I also couldn't stand Alice.)

***

Der verborgene Stern (Stars of Mithra, #1)Der verborgene Stern by Nora Roberts
My rating: 1 of 5 stars

Groschenromantik mit einem Hauch von Krimi. Gab im Wochenendurlaub kaum mehr als einen halben Tag her.



*** 

Agatha Raisin and the Walkers of Dembley (Agatha Raisin, #4)Agatha Raisin and the Potted Gardener (Agatha Raisin, #3)Agatha Raisin and the Potted Gardener by M.C. Beaton
My rating: 4 of 5 stars

Agatha Raisin and the Walkers of Dembley by M.C. Beaton
My rating: 3 of 5 stars

 Gotta love Agatha Raisin! Good thing it's a long series :)



MetaGame, Alice's Adventures in Wonderland und Der verborgene Stern habe ich im Rahmen der 12-Bücher-SuB-Abbau-Challenge gelesen. Jetzt sind nur noch diese zwei Klassiker übrig:

Der Zauberberg
Der Zauberberg
Sense and Sensibility
Sense and Sensibility
Beide liegen zur Zeit wie Blei auf meinem Stapel....











Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen: