Sonntag, 30. September 2012

[Buch] Katherine Allfrey: Delphinensommer / Clara Asscher-Pinkhof: Sternkinder (Buchthema)

Die hier vorgestellten Bücher (sie standen Seite an Seite im Regal meines "Kinderzimmer") habe ich im Rahmen des August/September-Themas der lesenden Minderheit gelesen:
Lies ein Buch aus deiner Kindheit!

DelphinensommerDelphinensommer by Katherine Allfrey
My rating: 4 of 5 stars

Andrula lebt mit ihrer Mutter auf einer kleinen griechischen Insel. Der Vater, ein Fischer, ist vor Jahren im Meer geblieben, das bescheidene Einkommen der Mutter als Weberin reicht gerade so zum Überleben. Mit viel Fantasie schafft es Andrula, ihren Alltag dennoch bunt und positiv werden zu lassen, doch die Dorfkinder lassen keine Gelegenheit aus, sie zu verspotten. In ihrer Einsamkeit trifft Andrula eines Tages auf einen sprechenden Delfin, und ein wunderbares Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Ich war in der 5. Klasse, als ich "Delphinensommer" das erste Mal im Rahmen des Deutschunterrichts las. Ich erinnere mich, wie mich die fremdländische Atmosphäre des Buches gefangennahm - noch heute habe ich den Geschmack von salzigem Käse mit Oliven und kühlen Trauben im Mund, wenn ich daran zurückdenke, obwohl der "nur" ein Produkt meiner Fantasie war. Die Hitze und die steinige Umgebung auf Andrulas Insel konnte ich mir hingegen nicht gut vorstellen, zu sehr unterschied sich diese Welt von meiner. So entstanden lediglich farbenfrohe Fantasiebilder, wie in einem Märchen oder einer Geschichte aus einer längst vergessenen Zeit.

Heute, über 20 Jahre später, wirkt Andrulas Welt auf mich realistischer. Lebe ich doch inzwischen selbst in einem heißen, trockenen Land mit Ziegenkäse und Oliven als Grundnahrungsmittel. "Delphinensommer" hat dennoch nichts von seinem Zauber eingebüßt, im Gegenteil, die darin verwobene Poesie und Philosophie kann ich heute besser würdigen, als mit 11. Die märchenhafte Kulisse mit ihren Fabelwesen aus der griechischen Mythologie macht dieses Buch zu einem Klassiker, den ich auch meine Kinder noch lesen lassen würde.

***

SternkinderSternkinder by Clara Asscher-Pinkhof

Mit einem schweren Herzen, habe ich mich durch diese kurzen Begebenheiten jüdischen Lebens im Dritten Reich aus Kindersicht gekämpft. Ich weiß noch, dass meine Mutter mich damals keinesfalls alleine mit dem Buch lassen wollte, so nah gehen diese Berichte, so sehr muss man sich mit den Erzählern identifizieren, die inmitten der Grausamkeit doch immer im Herzen Kinder bleiben, die sogar im Lager noch frohe Momente erleben. Ein eindrückliches Buch, auch für Erwachsene und besonders für Eltern. Erich Kästner schreibt in seinem Vorwort:  
"Diese Sternkinder sind so wichtig wie das Tagebuch der Anne Frank. Die Erwachsenen und die Halbwüchsigen müssen es lesen. Da hilft keine Ausrede."
Kein Wohlfühlbuch, aber für die kommenden Generationen noch genauso wichtig wie bei seinem Ersterscheinen.


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Samstag, 29. September 2012

Frohes Laubhüttenfest!

Die Fountainheads haben auch in diesem Jahr wieder einen Hit gelandet. Diesmal zum jüdischen Laubhüttenfest "Sukkot":



Frohes Fest :)


Alle Titel der Ein Prat Fountainheads gibt es in ihrem YouTube-Kanal:

http://www.youtube.com/einpratfountainheads

Freitag, 28. September 2012

Lesekater

= Unfähigkeit ein neues Buch anzufangen, weil du immer noch in der Welt des vorherigen lebst.

Ich habe gerade einen schlimmen. Meine zwei letzten Bücher waren sehr klasse und trotz massenhaft Lesestoff auf meinem Kindle (und im Regal) kann ich mich nicht so recht zu einem neuen aufraffen. Vielleicht lese ich mal wieder einen Agatha Raisin-Krimi oder so..


Alternativ könnte (sollte) ich wohl auch mal ein paar Rezensionen einstellen. Ich bin nur so träge......


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Mittwoch, 26. September 2012

Unterwegs an Jom Kippur

Wir erinnern uns: Am Jom Kippur verzichten Israelis auf's Autofahren. Während die Erwachsenen versuchen, sich das Fasten so leicht wie möglich zu machen und bevorzugt zuhause ruhen, sind die Kinder draußen - als uneingeschränkte Könige der Straße.

Hier einige Schnappschüsse:






Die Belohnung für unseren ausgedehnten Spaziergang am Abend: Tortilla-Essen bei besten Freunden



Gut, dass es wieder vorbei ist.

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Dienstag, 25. September 2012

Wenn jetzt nicht bald einer "Stopp!" schreit...

... bringe ich den Blog noch um Kopf und Kragen mit meinen Designspielereien. Blöd: Wenn ich ein paar Stunden auf die Pixel gestarrt habe, weiß ich am Ende überhaupt nicht mehr was einigermaßen schön ist.

Hmpf.

Ich sehe schon, letztlich werde ich das alte gewohnte Layout wieder zurückholen, aber erst, wenn ich das beruhigende (?) Grün hier ein paar Tage getestet habe.

Oder was meint ihr?


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Last bus home

Der Tag vor Jom Kippur, 13:00:

Es ist erstaunlich, wie deutlich und vor allem wie früh man sogar in der hektischen 24h-Metropole Tel Aviv den nahenden Jom Kippur spürt.

Bereits um die Mittagszeit ist der Verkehr auf ein gefühltes Drittel des normalen Aufkommens zurück gegangen, Läden und Cafés schließen, die Busgesellschaften schicken ihre Fahrer auf die letzte Route. Ich selbst sitze in einem solchen Lumpensammler, auf den ich sogar - völlig "out of character" - lieber eine Viertelstunde gewartet habe, als ihn am Ende noch zu verpassen. ^^


Der letzte Bus vor Jom Kippur

Montag, 24. September 2012

Was ist das? (2)


Ich glaube, ich mache eine Serie aus all den skurillen Dingen, die mir hier so begegnen. Heute: Schokoladentaler - Ja ist denn heut' schon Hanukkah?

Fast richtig. Es sind tatsächlich Schokoladentaler mit Goldfolie und allem. Allerdings werden sie als Nahrungsergänzungsmittel für Kinder zur Stärkung der Abwehrkräfte vertrieben. Bisher habe ich das Produkt nur als Sirup gesehen, öfter mal was Neues.



Sonntag, 23. September 2012

Ach, es ist einfach wunderbar...

... hier in der "Wüste" endlich eine gut sortierte deutsche Bib gefunden zu haben, die noch dazu aktuell ist, was Neuerscheinungen angeht.



"Erebos" ist schon wieder so ein Buch, das ich bereits monatelang auf der Wunschliste habe. Und weil es mir schon auf den ersten Seiten so gut gefällt, dass ich es kaum aus der Hand geben will, mache ich euch an dieser Stelle auch gleich noch auf das neue Werk von Frau Poznanski aufmerksam:




"Die Verratenen" soll der Auftakt zu einer dystopischen Trilogie werden und am 15. Oktober erscheinen.  Mehr Informationen gibt es auf der neuen Website der Autorin: http://www.ursula-poznanski.de/


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Samstag, 22. September 2012

Jom Kippur wirft seine Schatten voraus...

Am Dienstagabend bei Einbruch der Dunkelheit beginnt der große Fasten- und Sühnetag des Judentums: Jom Kippur. Wie jedes Jahr wird wenige Tage davor (nämlich morgen früh), die Uhr auf Winterzeit umgestellt. Durch diesen Trick wird es am Mittwoch abend früher dunkel, Jom Kippur endet, und die Fastenzeit wirkt, zumindest psychologisch, kürzer als während der Sommerzeit.

Diese hübsche Montage zum Thema kursierte dieser Tage auf Facebook:

Eli Yishai, Vorsitzender der ultra-religiösen Shas-Partei, stellt die Uhr zurück

Das Original geht natürlich auf die TV-Serie "Game of Thrones" zurück.

Mir persönlich wird sich am kommenden Dienstag ein Problem der logistischen Art stellen, das ich noch nicht vollständig gelöst habe. Ich muss vormittags noch in Tel Aviv arbeiten, die Züge stellen ihren Betrieb aber bereits um 11:00 ein. Da fragt man sich doch, ob es sich dafür überhaupt lohnt, den Strom anzustellen...  Ich werde also mit dem Auto ins belebte Tel Aviv gondeln und auf einen Parkplatz hoffen müssen.


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Freitag, 21. September 2012

Freitagsfüller (1)


Aus Mangel an spannenden Themen, hier mal ein Freitagsfüller von mir:

1. Ist (es) denn zu glauben? Jetzt habe ich glatt aus Blödheit meine Girokarte gesperrt.

2. Ich habe ein Rezept für Pasta gefunden, und werde es allein wegen des Titels Death by Garlic nachkochen.
Death by Garlic
3. Am 6. November 2012 ist Dienstag und damit bei uns die Wochenmitte.

4. In Israel hat man keinen Sinn für Herbstdekoration.

5. Socken an den Füßen braucht man hier nur von November bis Februar (wenn überhaupt).

6. Nie der leichteste Weg könnte der Titel meines Lebens lauten.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Lachs aus dem Ofen und später mein derzeitiges Buch, morgen habe ich Ausruhen geplant und Sonntag möchte ich wieder mit neuer Energie in die Woche starten!

Ein erholsames Wochenende wünsche ich euch allen!

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Dienstag, 18. September 2012

Das Wasser noch warm..

..aber Wind und Wellen geben schon einen Vorgeschmack auf den Herbst. So mögen wir den Strand.



Ein Klassiker zu Rosh HaShana

Mit ihren humorvollen Musikvideos zu wichtigen jüdischen Feiertagen, haben sich die Ein Prat Fountainheads in den letzten Jahren in der Social Media-Szene einen Namen gemacht. Farbenfrohe, fröhliche Clips zu wortwitzigen Coverversionen von bekannten Chart-Hits, transportieren jüdische Symbole und Brauchtum auf sympathische Weise.

Letztes Jahr erschien folgender Titel zu Rosh HaShana:



Den vollständigen Text kann man auf YouTube nachlesen.

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Sonntag, 16. September 2012

Rosh HaShana - Menü



Schon wieder stehen jüdische Feiertage bevor, diesmal das Neujahrsfest. Wir werden meine Schwiegereltern und eine befreundete Familie zu Gast haben, Essen für 6 Erwachsene muss auf den Tisch, easy....

Folgendes soll es geben:

Kürbissuppe aus 3 Sorten Kürbis zu Challa-Brot
(schon angesetzt)

Apfelschnitze traditionell in Honig getaucht, auf dass das neue Jahr süß werde

**

Rinderbraten aus dem Crockpot nach diesem Rezept
(schmort schon vor sich hin)

Kartoffelpüree

Linsen-Loaf aus dem Ofen

Gemischter Salat mit Granatapfel und Honig-Vinaigrette 

**

Bratäpfel mit Vanilleeis




Ein frohes Neues Jahr wünsche ich euch allen!


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Samstag, 15. September 2012

Nemos Abenteuer - Spektakel für Kinder

Wir waren heute mal wieder in "unserem" Zoo. Dort wird zur Zeit ein Musical für Kinder gegeben, und da wir Musik alle sehr mögen, haben wir uns das schon zum zweiten Mal angesehen. Ein farbenfrohes Spektakel mit schönen Menschen und viel Wasser zur Erfrischung für die ganze Familie. (Die Erwachsenen durften über einige Anspielungen zur Realpolitik herzlich lachen)

Der fiese Ahmadinedag (!) lässt sich von seinen Quallen huldigen
"Die Blauen" - Haie als Meerespolizei
Oasis - Königin des Mittelmeers ist Ahmadinedags Gefangene
Am Ende wird natürlich alles gut, sogar Ahmadinedag darf wieder mitspielen

@Israelische Leser:

Nemos Abenteuer kann man sich noch bis Ende Oktober im Safari-Park Ramat Gan ansehen:
Vorstellungskalender

Das Musical ist im Eintrittspreis enthalten. 


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Freitag, 14. September 2012

Kanelbullar

aus Verlegenheit und weil mir neulich mal im Vorbeigehen Fertig-Hefeteig in den Einkaufswagen gefallen ist.

Heute kam mir das gerade Recht, weil ich die Familienbuchhaltung seit Juni nachholen musste und ganz sicher keinen Nerv gehabt hätte, launischen Hefeteig anzusetzen.

Dass mir jetzt aber keiner was über Stabilisatoren und Backtriebmittel erzählt, die Kanelbullar schmecken, und das ist die Hauptsache.

Wer sie mal nachbacken will, findet hier ein bewährtes Rezept (inklusive Teig): Schwedische Zimtschnecken


Schwedische Zimtschnecken - Kanelbullar


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Donnerstag, 13. September 2012

Endlich! Die Jahrhundert-Trilogie geht weiter

und dank Kindle hatte ich "Winter of the World" von Ken Follett heute früh um halb 8 schon zuhause :)


Bei so einem Schmöker (rund 800 Seiten) treten auch die Vorzüge elektronischen Lesens wieder mal überdeutlich in den Vordergrund.


Für die langen Feiertage bin ich jedenfalls erstmal mit Lesestoff versorgt ;)

Mittwoch, 12. September 2012

12 von 12 September

Heute ist wieder 12 von 12, und es ist mir wieder viel zu spät aufgefallen.... Daher nur mit Müh und Not, und gerade mal so, hier die 12 Bilder:

Rush Hour in Tel Aviv
Es dämmert schon um 17:00
Schnell über die Brücke...
....und einen Satz neuer Zugfahrkarten gekauft (12 übrigens)
Neben mir angeregte Gespräche über "die Krankheit aller Krankheiten"
(das K-Wort würden sie nämlich nie sagen)

Ja, es ist wirklich der 12. heute...
Diese Tasche verletzt sich immer am 12. des Monats
Diesmal ist sie allerdings fast von alleine gerissen :-(
Warten auf den Bus
.... immer noch ....
Bei der Gelegenheit den schon herbstig werdenden Himmel fotografiert

Nein, das war nicht mein Bus, aber meiner kam kurz danach ;)
Und das hier kommt gleich auf den Nachttisch

Alle "12 von 12" wie immer drüben bei Caro:

http://draussennurkaennchen.blogspot.co.il/2012/09/12-von-12-september.html



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Dienstag, 11. September 2012

Was ist das?

Habe ich mich gestern gefragt. Was man auf dem Bild nicht sieht und zu meiner Verwirrung beigetragen hat: Wir haben nach wie vor sonnige 30 Grad tagsüber.


Na?

Kaum zu glauben, trotzdem wahr: Es handelt sich um eine Eislaufanlage.




Manche Dinge werde ich auch nach 100 Jahren in Israel nicht verstehen. Behaupte ich jetzt einfach mal.

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Dienstag, 4. September 2012

Guten Morgen, Deutschland!

Ja, ich bin schon wieder hier. Diesmal allerdings "nur" geschäftlich und nur für 3 Tage. Wie gut, dass wir das schöne Wetter schon in unserem Urlaub im August aufgebraucht haben, so tut's jetzt nicht so weh, dass es so grau und kühl aussieht vor dem Hotelfenster.

Zuletzt war ich in München allein (auch auf Geschäftsreise), als ich gerade herausgefunden hatte, dass ich schwanger bin. Jetzt ist dieses Pünktchen schon so groß, dass sie meine Abwesenheit ganz lässig hinnimmt.

Man könnte fast meinen, ihr fällt diese erste mehrnächtige Trennung leichter als mir. *schnief*

Montag, 3. September 2012

[Buch] Mini-Rezensionen [August]

Ich habe im August noch mehr gelesen, aber das echte Leben tobt um mich herum und lässt mir kaum Zeit "würdige" Rezensionen zu schreiben, daher hier nur Streiflichter der Highlights (wie immer mal auf Deutsch, mal auf Englisch, je nach Laune):

TintenherzTintenherz by Cornelia Funke
My rating: 3 of 5 stars

Tintenherz ist ein Buch für Menschen, die Bücher lieben. Die Geschichte um Meggie und ihren Vater, den Buchrestaurator mit seinem besonderen Vorlesetalent, steckt voller Fantasie und liest sich wie eine Liebeserklärung an das gedruckte Buch. Wem geht nicht das Herz auf, wenn Maggie erzählt:

Wenn sie sich nach einem schlimmen Traum zu ihm flüchtete, ließ sie nichts besser einschlafen als Mos ruhiger Atem neben sich und das Umblättern der Seiten. Nichts verscheuchte böse Träume schneller, als das Rascheln von bedrucktem Papier.
(Meine Tochter verlangt beim Einschlafen übrigens auch von mir, dass ich lese, da muss also was dran sein).
Beim zweitenmal (ich habe Tintenherz vor Jahren schon einmal verschlungen) hat mich die Story leider nicht mehr ganz so sehr in ihren Bann gezogen. Aber ich möchte die Serie auf jeden Fall noch zuende lesen.

***

The Wonderful Wizard of Oz (Oz #1)The Wonderful Wizard of Oz by L. Frank Baum
My rating: 3 of 5 stars

I've been wanting to get around to this read for some time now and am glad I finally made it. The Wonderful Wizard of Oz truly is a wonderfully crafted classic children's tale full of imagination. It might have been even better for me with slightly less adventures and fantastical encounters; the plotline did seem a bit rushed at times and I got the impression that the author tried to pack as many elements in the story he could which made it a bit too fast-paced for me personally.

***

Stealing FacesStealing Faces by Michael Prescott
My rating: 4 of 5 stars

A brutal serial killer that hunts his victims down like prey and collects their faces as trophies, a young woman on the run from her old life and a homicide detective trying to cope with the loss of his wife are the protagonists of this fast-paced Thriller. Throw some theories and facts about the human mind in the mix and you get an intriguing page turner with some surprises and twists. Try not to read too many reviews, I've found they are giving too much away too soon.
We have to believe there's more to us than just instincts and chemicals. Even if we can't prove it, even if it's not even true, we can't live any other way.



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Samstag, 1. September 2012

[Buch] Antonia Michaelis: Die Worte der weißen Königin

Die Worte der weißen KöniginDie Worte der weißen Königin by Antonia Michaelis
My rating: 4 of 5 stars

Lion lebt mit seinem Vater auf einem kleinen Hof irgendwo im ländlichen Osten Deutschlands. Die Mutter hat die Familie längst Richtung Westen verlassen, der Vater bestreitet den Lebensunterhalt als Hilfsarbeiter mehr schlecht als recht. Trotzdem geht es ihnen gut, mit ihren paar Hühnern und Ziegen und dem Wild, das der Vater ab und zu im Wald erlegt. Doch als er arbeitslos wird und die Hoffnung auf eine neue Stelle schwindet, verwandelt sich Lions Vater immer häufiger in den brutalen schwarzen König, der in verzweifelter Wut auf den Jungen losgeht. Schließlich bleibt Lion nur die Flucht in den Wald. Zu "seinen" Seeadlern und dem geheimnisvollen Mädchen, das immer wieder unvermittelt auftaucht. Lions Ziel: Berlin. Dort will er die weiße Königin finden, die ihm einst so wunderbare Geschichten vorgelesen hat und die Erinnerung an deren Worte ihn tröstet und wärmt.

Nach Der Märchenerzähler ist dieses Buch das zweite, das ich von Antonia Michaelis gelesen habe, und es hat mich wieder sehr berührt. Sie erzählt diese Geschichte von schwerster Kindesmisshandlung auf eine Weise, die die Menschlichkeit des Täters bewahrt. Mehr noch, sie hat es geschafft, und das hat mich erschreckt und erstaunt, dass ich mich in Ansätzen mit ihm identifizieren und nachvollziehen konnte, wie ein Mensch "so" wird.

Das könnte jetzt wie eine Verharmlosung des Themas klingen, aber so ist dieses Buch gar nicht. Es ist im Gegenteil sehr klar, doch nie schwarz-weiß. Da ist viel Raum für die Zerissenheit des Opfers - Lion - der den schwarzen König hasst, aber gleichzeitig immer weiß, dass irgendwo tief drinnen noch sein Vater verborgen sein muss. Die Gedanken- und Gefühlswelt wird so glaubwürdig und realitätsnah geschildert, dass das Buch die fast schon märchenhaften Elemente um die Seeadler und Lions geheimnisvolle Schwester als weiches Gegenstück zu seiner scharfkantigen Rahmenhandlung braucht.


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Hach, was ein schöner Neuzugang ^^

Denn was gibt es schöneres, als sich mit dem neuen IKEA-Katalog ein neues Wohnen zusammen zu träumen?