Mittwoch, 29. Februar 2012

Kostüme zwischen den Extremen

Purim steht vor der Tür. Das jüdische Fest erinnert an die sagenhafte Rettung des jüdischen Volkes vor dem drohenden Genozid, während der persischen Diaspora, wie sie im Buch Esther erzählt wird. Außerdem ist Purim das jüdische "Verkleidungsfest", das im Kalender meist kurz hinter die Karnevalszeit fällt.

Obwohl zu Purim, insbesondere in Tel Aviv, so ziemlich alles erlaubt ist, was gefällt, hagelte es im Vorfeld einige Kritik an "Shoshi Zohar", einem Kostümvertrieb, der mit sexy Kostümen für Damen in einem Purim-Katalog für Kinder geworben hatte. Halterlose Netzstrümpfe, Strapse, Lack oder Leder an jedem zweiten Kostüm - das veranlasste WIZO-Vorsitzende Gila Oshrat sogar dazu, zum Boykott gegen den Händler aufzufordern, denn 
"die Kostüme des Händlers Shoshi Zohar schrieben Frauen nicht nur vor, sich als Sexobjekte zu präsentieren, sondern sendeten auch eine negative Botschaft an junge Mädchen darüber, wie Frauen sich zu verhalten haben."
Quelle: Jpost

Das andere Extrem findet sich im ultra-orthodoxen Sektor. Dort wurden in einem Prospekt für Kinderkostüme die Gesichter (!) der wenigen abgebildeten Mädchen unkenntlich gemacht, aus Gründen der Sittlichkeit. Vollständiger Artikel (auf Englisch): Haredi press blurs little girls' faces

Ausradierte Mädchengesichter (Quelle: Ynet)
 Verrückt, oder?

Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Die Biokiste ist da

Und weil in Israel ganzjährig buntes Gemüse wächst, bringt sie gleich ein bisschen Farbe in diesen trüben, verregneten Tag :)


Hübsch nicht?

Um Platz im Kühlschrank für all die Ware zu schaffen, und weil man im Winter ohnehin alles tun muss, um sich und sein Immunsystem bei Laune zu halten, habe ich ein paar einsame Orangen und Grapefruits noch schnell zu Saft verarbeitet:


Lieferant: Eran Organi


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Der neue alte IKEA kommt zurück

Im Februar 2011 brannte das erste "unserer" beiden IKEA-Häuser komplett ab. Nach nur einem Jahr Wiederaufbau ist es soweit: IKEA Netanya feiert nächste Woche Neueröffnung.

In einem Land, in dem öffentliche wie private Bauprojekte selten zum vereinbarten Termin abgeschlossen werden (Beispiel Ben Gurion FlughafenStraßenbahn Jerusalem) und häufig über Jahre oder gar Jahrzehnte brachliegen (Beispiel Tel Aviv Busbahnhof), ist das schon fast rekordverdächtig. Den Konsumenten freut's :)


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Dienstag, 28. Februar 2012

[Buch] Klüpfel/Kobr: Milchgeld (Kommissar Kluftinger #1)

Milchgeld (Kommissar Kluftinger, #1)Milchgeld by Volker Klüpfel
My rating: 3 of 5 stars

Es ist nicht schwer, Kluftinger zu mögen. Nachdem mir Rauhnacht bereits gut gefallen hatte, habe ich jetzt "Milchgeld" gelesen, den ersten Band der Krimiserie um den kauzigen Allgäukommissar. Das Autorenteam Volker Klüpfel/Michael Kobr zeichnet diesen Antihelden so liebevoll und einfallsreich (Kluftinger kann keine Leichen sehen, nutzt mit Vorliebe Kellnerblöcke einer Brauerei für seine Notizen und liebt Käsespätzle, obwohl die ihm immer schwer im Magen liegen...), dass die übrigen Charaktere, so gut entwickelt sie auch sind, neben ihm verblassen.

Wer das Allgäu kennt und mag, wird sich über die typische Atmosphäre sowie die Landschafts- und Ortsbeschreibungen freuen.

Zur Handlung: "Milchgeld" beginnt mit dem Mord an einem erfolgreichen Lebensmitteldesigner des örtlichen Milchwerkes. Eine heiße Spur scheint schnell gefunden, doch dann entwickelt sich alles ganz anders als man denkt. Bis zum Ende wird der Leser über Motiv und Täter im Unklaren gelassen, immer wieder scheint Kluftinger ganz nah dran zu sein, um dann doch wieder zu erkennen, dass er noch nicht das ganze Rätsel gelöst hat.

Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Montag, 27. Februar 2012

Wäsche

Eben habe ich einen Wäscheberg aus drei Maschinenladungen versorgt und dabei - wieder einmal - festgestellt, dass ich das eigentlich gern mache. Im Gegensatz zu Nassräume-schrubben zum Beispiel. Oder Fensterputzen. Das muss mir meine Oma vererbt haben, die machte auch für ihr Leben gern Wäsche.

"Wäsche machen" hat so etwas gradliniges, überschaubares. Das fängt schon beim Vorsortieren an, besonders wenn, etwa aufgrund schlechten Wetters, die Schmutzwäsche schon über mehrere Tage in der Waschküche aufgelaufen ist: 60°-Wäsche, 40°-Wäsche, 60°-Wäsche, 40°-Wäsche. Monoton, meditativ. Selten lasse ich auch mal eine Wollwäsche oder eine Kochwäsche laufen. Ich benutze nur wenig Waschmittel, niemals Weichspüler. Ich mag den natürlich-feuchten Geruch der Wäsche, wenn sie gerade frisch aus der Maschine kommt.

Beim Aufhängen kann ich keine Hilfe gebrauchen. Zwar halte ich nicht zwanghaft ein System ein, aber einigermaßen effizient sollte die Wäsche schon hängen, sonst trocknet sie entweder nicht richtig, oder alles wird furchtbar knitterig, was fatal ist, weil ich nicht bügle. Gar nicht. Außer vielleicht ein oder zweimal im Jahr, zu einem ganz besonderen Anlass. Also wird die Wäsche ausgeschüttelt und glatt aufgehängt. Seit einiger Zeit besitze ich einen Wäscheständer mit mehreren Etagen, da wird das Aufhängen gleich noch sportlicher, weil für die Trockeneffizienz entscheidend ist, wo was hängt. Unterwäsche und Socken gehören beispielsweise immer auf die unterste Etage, wo sie keinen wertvollen Leinenplatz für größere Wäschestücke blockieren. Passende Socken hänge ich gleich auf der Leine zusammen und freue mir ein Loch in den Bauch, wenn alle Sockenpaare vollständig sind. (Sind sie natürlich meistens nicht).



Hierzulande trocknet Wäsche meist rasend schnell, dem Wüstenklima sei Dank. Trotzdem setzen viele meiner Landsleute auf den Wäschetrockner, was ich nicht verstehen kann - ich wollte den frischen Sonnenduft auf der Wäsche nicht missen.

Beim Zusammenlegen kommt mein Sortiergeist wieder zum Zug. Es erfreut mich zu beobachten, wie aus einem großen störrischen Berg knochentrockenen Textils, ordentliche, glattgestrichene Stapel werden. Manche Socken finden sich in dieser Phase wieder zusammen, andere bleiben im Wäschekorb bis zum nächsten Mal, bestimmt ist ihr Zwilling nur hinter den Wäschekorb gefallen...

Je größer der Wäscheberg, desto erfüllender das Gefühl, wenn jeder Stapel am Ende an seinem Platz ist - im Schrank, der Kommode oder einer Schublade.

Ja, ich mag es Wäsche zu machen.

Die Oscars und der israelische Sportsgeist

Zitat des Tages (aufgeschnappt heute früh im Radio):
"Aus 530 Filmen unter die nominierten 5 zu kommen, ist ein Riesenerfolg. Uns war schon seit ein paar Tagen klar, dass wir keine Chance auf den Oscar haben würden. Abgesehen davon, dass der Film aus dem Iran* wirklich gut ist, ist es in diesen Zeiten einfach wichtig zu zeigen, dass es im Iran Menschlichkeit gibt. Das tut dieser Film."
Shlomo Bar-Abba, Hauptdarsteller des israelischen Films "Footnote" (ebenfalls nominiert in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film") über die gestrige Oscar-Verleihung.

Die Mutter des Regisseurs Yosef Cedar sagt:
"Ich bin nicht enttäuscht, ich bin glücklich. (...) Der iranische Regisseur ist fantastisch. Es ist ein Jammer, dass wir keine normalen Beziehungen mit kreativen Menschen pflegen können." 
Quelle

Yosef Cedar und sein Team auf dem roten Teppich (Ynet)
Die Reaktion des iranischen Staatsfernsehens spare ich mir und euch an dieser Stelle lieber.


*"A separation" von Asghar Faradi 


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Samstag, 25. Februar 2012

[Buch] Ein Kinderbuch von Hilde Domin


Ab und zu fällt mir ein besonderes Buch in die Hände. So besonders, dass mir einen Moment ganz flau im Magen wird, weil der Fund so überraschend toll ist. Die Insel, der Kater und der Mond auf dem Rücken von Hilde Domin ist so ein Buch. Sie erzählt darin eine Geschichte aus ihrem Exil in der Dominikanischen Republik, wo sie nach der Flucht aus Europa 1940 einen großen Teil ihres Lebens verbrachte und ihre schriftstellerische Karriere begann.

Auszug:
Ich lebte auf einer Insel, die war ganz anders als die Inseln, die ihr kennt. Nachmittags pünktlich um fünf flogen Papageien über das Haus, eine grüne Wolke. Wie Tauben, aber eben grün. Sie kreisten nicht, sie flogen vorbei, und sie unterhielten sich sehr laut, in ihrer eigenen Sprache.

Die autobiographisch inspirierte Erzählung um den einohrigen Kater Gogh ist in klarer, einfacher Prosa geschrieben, die für Kindergartenkinder ohne weiteres verständlich sein dürfte. Allerdings erzählt Domin zwischen den Zeilen weit mehr als die Geschichte an sich, und ich glaube, dafür braucht es das Verständnis eines etwas älteren Kindes. (Der Verleger empfiehlt es ab 10 Jahren, das halte ich für realistisch).

Ein ganz klein wenig habe ich mich beim Lesen gefragt, ob Hilde Domin diese Geschichte auch geschrieben hätte, wenn sie nicht darum gebeten worden wäre, denn man merkt schon deutlich, dass ihr Publikum ein anderes war. So erstaunt es nicht, dass auch Erwachsene Weisheit in diesem kleinen Buch finden werden.


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Freitag, 24. Februar 2012

Plus-size Model?

So stellen sich die Herren und Damen Modedesigner also Mode für Frauen vor, die nicht dem Kleiderständerideal der heutigen Fashionwelt mithalten können. ml steht für "Matim Li - Passt mir" und bietet Mode ab Größe 42. Warum man zur Vermarktung so ein schlankes Model wählen muss, ist mir allerdings schleierhaft, und ich frage mich: Passen der die ml-Größen überhaupt?

Werbesäule bei Tel Aviv

Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Schokoladenkuchen und weltbester Guss

Pünktlich zum Wochenende habe ich gestern abend noch schnell einen Schokoladenkuchen gebacken. Das Rezept ist so simpel, dass ich die Zutaten (die sogar ich meist im Vorratsschrank habe) aus dem Kopf hersagen kann - ich mag Rezepte mit weniger als 10 Zutaten:
  • 2 Eier
  • 1 Becher Zucker
  • 1 Becher Mehl
  • 1 Becher Sauerrahm (Joghurt geht auch)
  • 3/4 Becher Kakaopulver 
  • 1 Becher gemahlene Nüsse oder Mandeln 
  • 1/2 Becher Öl 
  • 1 Pk. Backpulver 
Zubereitung: 
  1. Eier und Zucker schaumig rühren. 
  2. Mehl mit Backpulver vermischen und nach und nach mit den anderen Zutaten unterrühren. 
  3. Auf zwei kleine Kastenformen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft etwa 30min. backen (Stäbchenprobe!)
Schokoladenkuchen
Der Kuchen wird sehr saftig und so schokoladig, dass man kaum merkt, dass keine "echte" Schokolade drin ist. Ich mache ihn oft, wenn ich noch schnell was zum Kaffee brauche oder sich überraschend Gäste ankündigen.

Außerdem war das einer meiner allerersten Kuchen, die ich als verheiratete Frau gebacken habe. *Nostalgie an* Damals habe ich nach Becherkuchen gegoogelt weil ich weder Küchenwaage noch Mixer besaß. *Nostalgie aus* 

Wenn es mal etwas besonders sein soll, passt dieser weltbeste Guss dazu:

Zutaten:
  • 175 g Schokolade, bitter
  • 1 EL Zucker
  • 75 g Butter
  • 100 ml Sahne
Zubereitung: Sahne aufkochen, restliche Zutaten einrühren und auflösen lassen. Noch halbflüssig glasieren. Die Menge reicht gut für zwei Kastenkuchen. 


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Donnerstag, 23. Februar 2012

Na das ging ja fix mit dem Baum

Erst gestern hatte ich von der Aktion "Mach's grün!" berichtet, in deren Rahmen Blogs durch neugepflanzte Bäume CO2-neutral gemacht werden: Noch ein Baum, oder: Mein Blog wird CO2-neutral

Heute habe ich bereits eine sehr freundliche Bestätigung erhalten, und mein Blog erscheint nun ganz oben auf einer offiziellen BaumpflanzerTeilnehmerliste.

Prospektangebote Online CO2-neutral

Hach, es mag ein Tropfen auf den heißen Stein sein, aber es fühlt sich trotzdem irgendwie gut an.

Mehr zur Aufforstung könnt ihr hier nachlesen:

Die Blogger-Bäume wachsen und gedeihen


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Integrativer Spielplatz ohne Barrieren

Im Schatten der täglichen Schlagzeilen fällt mir manchmal eine Nachricht, ein Kommentar oder auch nur eine Randnotiz auf, die vielleicht nicht die Weltöffentlichkeit bewegt, dafür aber unheimlich die Stimmung erhellt. Das folgende Video aus einem Artikel des Blogs der israelischen Botschaft in Deutschland ist so eine Randnotiz. Es berichtet über einen einzigartigen Spielplatz im Herzen Israels.

(Sprache: Hebräisch, Untertitel: Englisch)

Weitere Informationen über den "Freundschaftspark" kann man auf der Website von Beit Issie Shapiro nachlesen.


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Fallobst in der Innenstadt

Während die Plantagen Orangen in Massenware für unsere (Super-)Märkte auswerfen, vergammeln diese hier mitten im Stadtpark. Leise. Ungeerntet.


Und irgendwie traurig...



Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Mittwoch, 22. Februar 2012

Noch ein Baum, oder: Mein Blog wird CO2-neutral

Habt ihr das gewusst?
... eine durchschnittliche Internetseite [verbraucht] ca. 0,02g CO2 pro Seitenaufruf. Angenommen ein normaler Blog besitzt 15.000 Seitenaufrufe im Monat, ergibt dies einen jährlichen CO2-Ausstoß von 3,6kg. Zurückzuführen ist dieser Wert hauptsächlich auf den immensen Stromverbrauch, der durch die Nutzung von (Groß-)Rechnern, Servern und deren notwendige Kühlung anfällt.
Quelle

Die Initiative "Mach's grün" wirkt der CO2-Belastung entgegen, indem sie pro Blog einen Baum pflanzt. Was das bringt zeigt diese einfach Rechnung:


Geht man von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 50 Jahren pro Baum aus, kann ein Blog durch nur einen Baum für ein halbes Jahrhundert CO2-neutral gemacht werden. So eine grüne Aktion unterstütze ich natürlich gerne und freue mich, dass auch bald für mein Blog irgendwo in Deutschland ein neuer Baum wachsen darf.

Alles Informationen zur kostenlosen Aktion findet ihr hier: http://www.kaufda.de/umwelt/co2-neutral/


Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Zweimal Linsensuppe

Auf meinen Streifzügen durch die unendlichen Weiten des Internets finde ich die interessantesten Rezepte, heute:

Rote Linsensuppe mit einem Hauch von Orange

Zutaten: 
  • 2 EL Butter
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Becher rote Linsen
  • Saft von 2 Orangen
  • 1-2 geriebene Karotten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 TL Thymian (frisch oder getrocknet)
  • 3-4 Becher Brühe
  • Schwarzer Pfeffer 
Zubereitung: 
  1. Zwiebeln in Butter glasig dünsten.
  2. Linsen, Orangensaft, Karotten, Lorbeerblätter, Thymian, Pfeffer und die Hälfte der Brühe einrühren und etwa 40min. köcheln lassen bis die Linsen weich sind. 
  3. Mit dem Stabmixer (an)pürieren (optional), restliche Brühe hinzugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und noch einmal durchwärmen. 

Rote Linsensuppe mit Orange

***

Noch einfacher und schneller geht freilich mein bewährtes Linsensuppenrezept (ohne Orangensaft):

Zutaten: 
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Becher rote Linsen
  • 4 Becher Brühe 
  • 1 kleine Dose passierte Tomaten oder 4-5 frische, sehr reife Tomaten zerkleinert oder 100g Tomatenmark
Zubereitung: 
  1. Zwiebel in Butter glasig dünsten.
  2. Linsen unter Rühren einige Minuten mitdünsten. 
  3. Mit Brühe ablöschen und etwa 20min. köcheln lassen. 
  4. Tomaten unterrühren, noch einmal aufkochen und durchziehen lassen. 
  5. Nach Geschmack nachwürzen (ich gebe oft einen Schuss Ketchup dazu....)



Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Dienstag, 21. Februar 2012

Pumuckl hat Geburtstag

Wohl einer der bekanntesten Helden unserer Kindheit feiert heute 50-jähriges Jubiläum - Pumuckl!

Mit der unverwechselbaren Stimme von Hans Clarin, und gemeinsam mit seinem menschlichen Counterpart Meister Eder (gespielt von Gustl Bayrhammer), hat der freche Feuerkopf mit den großen Füßen in Radio, Fernsehen und sogar auf der großen Leinwand seit 1962, Generationen begeistert.

Damals hätte wohl keiner gedacht, dass heute dank YouTube und Co. Kinder (und manch nostalgischer Erwachsener) sogar weltweit in den Genuss dieser zeitlosen, wunderbaren Geschichten kommen:


Im deutschen Radio gibt es zum Jubiläum auch einige Pumuckl-Folgen zu hören:
Pumuckl im Februar auf Bayern 2

Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Montag, 20. Februar 2012

[Buch] Paullina Simons: The Summer Garden/Land der Lupinen

The Summer Garden (Tatiana and Alexander, #3)The Summer Garden by Paullina Simons
My rating: 2 of 5 stars

I read this book because it is the last of a trilogy that quite gripped me. However, I must say that after the first two installments this one did drag on a bit. I also got kind of lost in the different plot lines, some of them not developed well at all, that in the end all led to a very sweet (too sweet!) happy ending. Especially in the second half of the novel the author's portrayal of Tatiana as angelic, almost holy heroine without fault who sees right through everyone else's shortcomings and some outright evil schemes, bugged me a lot. Towards the end it's all about her perfect, beautiful children who are - of course - little geniuses and I found myself merely leafing through the final chapters.

***

Dieses Buch ist der letzte Teil einer Trilogie, die ich mit großer Spannung gelesen habe. Leider muss ich sagen, dass dieser Band, anders als die ersten beiden, ziemliche Längen hatte. Die vielen verschiedenen Handlungsstränge sind teilweise nur sehr unzureichend entwickelt und haben am Ende doch nur ein Ziel: Ein zuckersüßes (zu süßes!) Happy End. Insbesondere in der zweiten Hälfte des Romans war ich zunehmend genervt von der engelsgleichen, ja fast heiligen, Heldin Tatiana, die alle menschlichen Schwächen und manche böse Intrige sofort durchschaut. Gegen Ende geht es dann nur noch um ihre perfekten, wunderschönen Kinder, die - natürlich - hochintelligent und erfolgreich sind, sodass ich die letzten Kapitel nur noch überflog. Schade.

Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Das Rezept von der Cornflakes-Packung: Quiche mit Pilzen und Käse

Da sitze ich gemütlich mit meiner Tasse Kaffee am Frühstückstisch und starre ins Leere, als mein Blick plötzlich auf die Cornflakes-Packung fällt. Das Rezept am Packungsrand hat meine Aufmerksamkeit geweckt: Pilze-Käse-Quiche mit Cornflakes-Kruste klingt lecker, und ich spiele kurz mit dem Gedanken, das sofort auszuprobieren. Die Zutatenliste stellt sich allerdings als relativ umfangreich heraus, sodass ich das Projekt erstmal vertagen muss.

Beim Übersetzen fällt mir auf, dass sich das Rezept auch hervorragend dazu eignet, die "Quiche-Teig im Zerkleinerer zubereiten"-Theorie einem Praxistest auszusetzen.

Zutaten:
für den Teig:
  • 1,5 Becher Weizenmehl
  • 0,5 Becher Vollkornmehl
  • 150g kalte Butter in Stückchen 
  • 0,5 TL Salz
  • 0,5 Becher Cornflakes
  • 1 Ei
  • 2 EL kaltes Wasser
für die Füllung: 
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel oder 1-2 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten 
  • 4 Knoblauchzehen, gepresst
  • 500-600g Champions
  • Salz und Pfeffer
  • 0,5 TL Schnittlauch, fein geschnitten
  • 3 EL Thymian 
  • 1 Becher weißer Käse (fettarm) oder Magerquark
  • 1 Rolle Ziegenkäse, in Scheiben geschnitten
  • 100g geriebener Kashkawal oder anderer kräftiger Schnittkäse
  • 1 Becher Joghurt, fettarm
  • 2-3 Eier
  • 3 EL Weizenmehl
Springform mit 28cm Durchmesser

Zubereitung:
  1. Mehl, Butter und Salz in Küchenmaschine/Zerkleinerer geben und zu einer krümeligen Konsistenz verarbeiten. 
  2. Ei und Cornflakes dazugeben und einige Sekunden verarbeiten bis ein gleichmäßiger Teigklumpen entsteht. (Nach Bedarf kaltes Wasser hinzufügen!)
  3. Teig in Frischhaltefolie einwickeln und zwei Stunden kaltstellen. 
  4. Teig auf einer bemehlten Oberfläche rund ausrollen und eine Springform (28cm Durchmesser) damit auslegen. Eine weitere Stunde kaltstellen.
  5. Für die Füllung Zwiebeln und Knoblauch im Olivenöl goldbraun anbraten. 
  6. Pilze hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und unter Rühren braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. 
  7. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen. 
  8. Schnittlauch und Thymian unterrühren und die Mischung auf den Teig in die Springform geben.
  9. Den weißen Käse darauf streichen, Ziegenkäse auf dem weißen Käse gleichmäßig anordnen und geriebenen Käse darüber streuen. 
  10. Joghurt, Mehl und Eier mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Käseschicht geben. 
  11. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa 45min. backen, 30min. ruhen lassen und warm servieren. 
Mein Fazit: Sehr leckere Quiche, die weniger aufwändig in der Zubereitung ist, als ich zuerst dachte. Allerdings ist sie durch die extravaganten Käsesorten schon sehr gehaltvoll und nicht gerade günstig, weswegen sie wohl besonderen Anlässen wie diesem vorbehalten bleibt.

Die Cornflakes spürt man übrigens nicht wirklich und kann sie vermutlich auch einfach weglassen ;)



Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Sonntag, 19. Februar 2012

Folgt der Hüttenkäse-Revolte ein Schokoriegelboykott?

Die israelischen Konsumenten fühlen sich von Verbraucherschutz und Regierung schon lange nicht mehr Ernst genommen. Die, nicht zuletzt durch horrende Importsteuern auf ausländische Produkte herbeigeführte, Monopolstellung vieler Lebensmittelhersteller führt zu ständig steigenden Preisen auf dem Markt für Güter des täglichen Gebrauchs. Preiswerte Alternativen sucht man für viele Produkte vergeblich. Der Ärger der Verbraucher gipfelte im letzten Jahr im sogenannten Hüttenkäse-Boykott, dem über mehrere Wochen großangelegte Demonstrationen für mehr soziale Gerechtigkeit folgten. Geändert hat sich seither nicht viel zu Gunsten des Normalbürgers, der Ärger schwelt unter der Oberfläche aber noch immer.

Seit einigen Tagen kursieren in den sozialen Netzwerken Fotos, die beliebte israelische Schokoriegel der Marke "Elite" zeigen. Diese Exportartikel, so belegen Kassenzettel und Augenzeugen, gehen in den USA für weniger als die Hälfte des israelischen Verkaufspreises über den Ladentisch. Da fragt man sich wirklich, wie lange man sich noch von den Monopolisten verschaukeln lassen will, bevor sich wirklich etwas ändert in israelischen Supermärkten.

Israelische Schokoriegel im Ausland über die Hälfte billiger

Haarentfernung ab 9 Jahren

Gesehen von meiner Freundin "Chutzpi":

Quelle
Abgesehen von den wirklich indiskutablen Signalen, die die Schönheitsindustrie heute schon an Grundschülerinnen sendet, endete eine solche Haarentfernung bei mir letztes Jahr ganz böse: Zugegeben, die Behandlung an sich war schmerzlos, aber einen Tag später (passenderweise im Strandurlaub) hatte ich eine allergische Reaktion vom Feinsten - Neurodermitis im Bikinibereich - die mir die erste Hälfte des Urlaubs gründlich versaute. Ich mag nicht glauben, dass es wirklich Mütter gibt, die ihre kleinen Mädchen so etwas aussetzen.

Gespräch mit Yehudit Rotem

Der folgende Auszug stammt aus einem aktuellen Artikel (auf Englisch) über die israelische Schriftstellerin Yehudit Rotem.
Es ist schwer vorstellbar, dass eine Frau aus Bnei Brak*, aus einer guten ultra-orthodoxen Familie, um die Existenz feministischer Literatur weiß, ganz zu schweigen davon, dass sie diese selbst liest. Als ich kürzlich meine Mutter (Yehudit Rotem, Anm. von mir) danach fragte, konnte sie sich nicht daran erinneren, wie das alles bei ihr anfing. Aber was auch immer sie dazu brachte, für sie waren diese Bücher wie eine Leiter in den Himmel - und sie erklomm sie, Sprosse für Sprosse, auf ihrem Weg in die Freiheit. Ich war 16, als mein Vater die Bücher in unserem Hinterhof verbrannte. Es war ein großes Feuer. Quelle (English original)
*Bnei Brak = Stadt bei Tel Aviv mit mehrheitlich ultra-orthodoxer Bevölkerung


Das aktuelle Buch:
"Matei tavo elay"
Yehudit Rotem, Mutter von 7 Kindern, hatte fast ihr ganzes Leben in einem streng religiösen Umfeld verbracht, als sie sich nach 20 Jahren Ehe von ihrem Mann scheiden ließ. Seither hat sie 9 Bücher veröffentlicht (z.B. Eine Frau mit Vergangenheit), die teilweise autobiographische Züge haben. Ihre Tochter Tamar Rotem interviewte sie und schrieb ihre Geschichte für Haaretz auf. 


Der Artikel berichtet umfangreich über die Autorin und damit stellvertretend über das Leben vieler Frauen in der ultra-orthodoxen Gesellschaft Israels. Ein Insider-Bericht, der vielleicht helfen kann, den kulturellen Hintergrund zu den Schlagzeilen der jüngsten Zeit über Geschlechtertrennung, agressive Fanatiker und Gerichtsbeschlüsse über Sitzplätze in Bussen, besser zu verstehen.

Freitag, 17. Februar 2012

Apple Crumble mit Cranberries vom Blech

Diese Abwandlung des klassischen Apple Crumbles aus der Aufflaufform eignet sich für die Zubereitung großer Mengen.

Zutaten: 
  • 8-10 säuerliche Äpfel 
  • 100-150g Cranberries
  • 150g Butter
  • 75g Zucker
  • 75g brauner Zucker
  • 150g Meh
  • 100g körnige Haferflocken
  • Zimt nach Geschmack
  • Zitronensaft
Zubereitung:
Vorbereitung
  1. Cranberries am Vorabend in Wasser einweichen.
  2. Äpfel entkernen und in dünne Spalten schneiden. (Vorher schälen schadet nicht, ich spare es mir aber grundsätzlich)
  3. Apfelspalten schuppig auf einem gefetteten Backblech anordnen und mit Zitronensaft beträufeln.
  4. Cranberries abgießen und auf den Äpfeln verteilen. (Evtl. nur eine Hälfte das Backblechs, falls nicht alle Cranberries mögen) 
  5. Aus Butter, Zucker, Mehl, Haferflocken und Zimt einen Streuselteig herstellen. 
  6. Streuselteig auf dem Obst verteilen und bei 200°C im vorgeheizten Ofen etwa 30-45min. backen. Nach 30min. prüfen ob die Äpfel schon weich sind. Falls nicht, das Blech mit feuchtem Backpapier oder Alufolie bedecken und weitere 10-15min backen.
Dazu passt Eis und/oder Schlagsahne.

Apple Crumble - die Reste

Menü für 6 Erwachsene und 4 Kinder

Ich habe heute recht spontan Gäste und musste daher ohne große Vorwarnung ein Menü aus dem Ärmel schütteln.

Folgendes wird es geben:

° Süßkartoffelsuppe mit Kürbis °
dazu Challabrot

° "Falscher" Coq au Vin aus dem Crockpot °
dazu wahlweise Kartoffelpürree oder Reis 

° Quiche mit Pilzen und Käse

° Gemischter Biosalat °


Die Süßkartoffelsuppe habe ich eben angesetzt. Das ist wirklich easy: Einfach ein wenig Zwiebel in Olivenöl anbraten, 2-3 Süßkartoffeln in groben Stücken und einige Stücke Kürbis dazu, mit Brühe ablöschen und 30-40 min. weich garen. Danach die Flüssigkeit abgießen und aufbewahren, Gemüse fein pürieren und nach und nach wieder Flüssigkeit zugeben, bis die gewünschte Konsistenz (als Vorspeise mag ich die Suppe eher dünn) erreicht ist. Nachwürzen und mit Sahnehäubchen servieren. Kinder mögen die natürliche Süße der Süßkartoffel besonders. Lässt sich super vorbereiten und aufwärmen.

Das Huhn schmort indessen bereits im "Crocky" nach diesem Rezept. Das hatte ich schon einmal für Gäste gemacht und für gut befunden, vor allem weil man es vorbereiten und - dank Elektrotopf - aus der engen Küche auslagern und für ein paar Stunden "vergessen" kann. ^^

Startklarer Crockpot
Die Quiche.... Ja, die Quiche. Die liegt mir ein wenig im Magen, denn ich habe das Rezept bisher nicht getestet. Schlimmer noch! Es stammt von der Cornflakes-Packung, aber die Zusammensetzung klingt so lecker, dass ich es einfach probieren muss. Rezept folgt nach der Verkostung :)

Kartoffelpürree ist babyleicht, das kann jeder, oder? Reis sowieso, für den gemischten Salat ist der Gatte zuständig, bleibt der Nachtisch....

Ich habe lange nach einem guten Apple Crumble-Rezept gesucht und bin letztlich an diesem hier hängengeblieben, das ich nach Bedarf ergänze. Gerne gebe ich z.B. Haferflocken und braunen Zucker in den Streuselteig, heute sollen noch Cranberries dazu. Da ich eine große Menge brauche, werde ich das Rezept verdoppeln und den Crumble auf dem Blech zubereiten. Hoffentlich klappt das...

Donnerstag, 16. Februar 2012

Neue unabhängige Online-Zeitung für Israel

The Times of Israel, eine neue politisch unabhängige Online-Zeitung in englischer Sprache, ist gestern an den Start gegangen.

Unter der Leitung des Gründers David Horovitz, zuletzt als Chefredakteur der Jerusalem Post tätig und Autor einiger Bücher (A Little Too Close to God: The Thrills and Panic of a Life in IsraelShalom Friend - The life and legacy of Yitzhak Rabin u.a.), will The Times of Israel tagesaktuell, akkurat und vor allem tolerant aus Jerusalem berichten.

Die Leser sollen aktiv und persönlich an den Inhalten der Zeitung mitwirken, sei es durch Einträge in einem eigenen Blog, eingesandte Artikel oder Kommentare und Rückmeldungen, die übrigens nur unter der Facebook-Identität erscheinen werden, um Diskussionen niveauvoll zu halten und anonymen Hassbeiträgen vorzubeugen.

David Horovitz' "Leitartikel" erklärt Hintergründe und Konzept im Detail.

Lässt sich ganz gut an, wie ich finde..

Mittwoch, 15. Februar 2012

Schneemänner bei knapp 20°

Das gibt es wohl auch nur hier: Wenn der Schnee nicht zu uns ins Flachland kommen will (kommt er nie, es ist immer zu warm), holen wir ihn eben zu uns. Damit auch das letzte israelische Kind hier in der Stadt endlich einmal echten Schnee erleben kann, ließ unsere Stadtverwaltung per LKW direkt vom Hermon einen Schneehaufen ins Zentrum karren.



Höhepunkt des Spektakels: Ein Schneemannwettbewerb.


Dienstag, 14. Februar 2012

Alles Liebe zum Valentinstag

Amazon.de schenkt uns heute 4 Bücher für den Kindle

Zuckersüße Schnulzen, wie ich vermute, aber einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht in's Maul :)



Bei so viel Liebe und Pastell könnte man glatt vergessen, dass der Tag so gar nicht rosig begonnen hatte....

Kein Himmel voller Geigen heute:)