Dienstag, 25. Dezember 2012

Tatsächlich - Weihnachten

Wenn man sich meine Posts der letzten Woche so ansieht, könnte man meinen, ich hätte eine regelrechte Weihnachtsobsession. Stimmt gar nicht, aber dieses Jahr war es trotzdem besonders, denn wir haben "richtig" gefeiert (wie sage ich gleich) und hatten dazu noch wichtigen Familienbesuch aus Deutschland.

Da der 24.12. wie gesagt ein normaler Werktag in Israel ist, mussten wir dennoch etwas improvisieren und einen straffen Zeitplan einhalten. Unser Tag sah dann gestern so aus:

00:45 - meine Eltern landen in Israel und erreichen etwa zwei Stunden später unsere Herberge Wohnung.
07:00 - das Kind lässt sich nicht davon abhalten, die kurze Nacht für Oma und Opa schon jetzt unsanft zu beenden.
08:30 - ein normaler KiGa-Tag beginnt und ich mache den Crockpot für den Weihnachtsbraten klar. Es gibt Rinderbraten nach diesem wirklich genialen Rezept. Außerdem packen wir schon mal die Geschenke unter unseren Pappbaum. Beeindruckende Menge, obwohl wir uns wirklich zurückgehalten haben.
12:00 - die Oma und ich fahren mal eben zum Supermarkt, um letzte Besorgungen für das Dessert (Rezeptanregung hier) zu machen. Im Einkaufszentrum ist alles wie immer. Weihnachten? Was für Weihnachten?  ^^
14:00 - wir holen das KiGa-Kind wieder ab und gehen nach dem Mittagessen direkt zur Kinderbescherung über, die wir, in Anbetracht des vollen Abendprogramms vorverlegt haben. Fünf Geschenke sind in Nullkommanix ausgepackt und werden begeistert anprobiert, bespielt und bestaunt.  In der Zwischenzeit bereite ich die Fenchelcremesuppe für das Abendessen vor, decke den Tisch und gebe Anweisung an Sous-Chefin Mama, wie die Rosmarinkartoffeln und der Salat zuzubereiten sind, denn um
17:30 ist Schwimmkurs.
18:20 - der Papa wird von Oma und Opa am Zug abgeholt.
19:00 - Wir kehren vom Schwimmkurs zurück und setzen uns praktisch direkt an ein sehr leckeres Abendessen. Kerzen zünden wir natürlich auch an. Danach schaffen wir es, das Kind zu einem Schläfchen auf dem Sofa zu überreden und in Ruhe die Erwachsenenbescherung zu machen. Dessert gibt es auch noch.
21:15 - Wir tragen ein schlaftrunkenes Kind ins Auto und machen uns auf nach Jerusalem zum Mitternachtsgottesdienst in der Altstadt. Die Stimmung ist unheimlich besonders. Der hektische Bazarbetrieb ist zum Erliegen gekommen, die Straßenbeleuchtung taucht alles in ein warmes Licht und es ist fast ein bisschen winterlich-kalt.
22:30 - Die Glocken läuten, das Kirchenschiff wird verdunkelt, um dann später mit Kerzen nach und nach wieder erhellt zu werden. Ein ergreifender Gottesdienst in vier Sprachen folgt. 
00:00 - Wir sind zurück zuhause und fallen bleischwer in die Betten. Schön war's, und unglaublich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die nach dem Gottesdienst noch einen Pilgermarsch nach Bethlehem auf sich nehmen.





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