Sonntag, 2. Dezember 2012

Plätzchenbacken mit Hindernissen

Tommy Rumrich

Da habe ich mir heute doch gedacht, ich nutze meinen freien Tag dazu, in aller Ruhe ein bisschen Plätzchen zu backen. Ohne Kind, so meine Annahme, müsste das eigentlich zickzack, quasi ganz nebenbei, zu erledigen sein.

Pustekuchen.

Es fing schon damit an, dass ich natürlich nicht vorausgeplant hatte und mir daher eine wesentliche Zutat noch fehlte. Ich also, nachdem ich das Kind im KiGa abgegeben hatte, gegen 8:00 zum Lädchen getrabt und eingekauft. Eine Zutat.

Zuhause erledige ich erstmal all den Kram, für den ich nur sonntags Zeit und Ruhe habe und verschiebe den Teig auf später.

Als ich ihn schließlich ansetzen will (gegen 10:45) fällt mir auf, dass ich nicht mehr genug Mehl im Haus habe. Leider fehlt mir jetzt die Zeit, nochmal zum Lädchen zu rennen, weil ich pünktlich kurz nach 11:00 beim Feldenkrais sein muss. Das heißt, mein Teig kann auch nicht wie geplant im Kühlschrank die geforderten zwei Stunden durchziehen, während ich außer Haus bin, weil er ja noch nicht angesetzt ist. Hmpf. Nach dem Sport also wieder zum Lädchen gerannt und Mehl gekauft. Es ist jetzt schon bald 12:30.

Zuhause stelle ich fest, dass ich doch noch rund ein Kilo Mehl im Schrank habe. Sogar am gewohnten Platz, die fast leere Tüte war falsch verräumt und hat mich in die Irre geführt. Außerdem merke ich, dass mir auch Zitronenschale fehlt (wie immer eigentlich, wenn ich backen will). Hmpf-hmpf. Egal, es geht auch ohne.

Jetzt aber schnell den Mixer rausgeholt und den Teig angesetzt, sonst wird es mit dem Ausstechen knapp, bevor der KiGa zuende ist. Mixer tot. Also so richtig. Mein treuer Mixer, der fast so alt ist wie unsere Ehe, macht keinen Mucks mehr.

Als ich eine knappe Stunde später mit neuem Mixer vom Elektroladen zurück bin (Zitronenschale hätte ich von unterwegs mitbringen können - hätte...), fehlt mir der Nerv, überhaupt noch an Ausstechplätzchen zu denken, und ich disponiere kurzerhand auf kugelgeformtes Gebäck um. Dann muss der Teig auch nicht so lange durchziehen (er ist sowieso viel zu klebrig), und es gibt weniger Chaos, über das sich der Gatte am Abend aufregen kann. 

15:10: Die Kekse sind fertig und sogar genießbar. Anstrengender ist Plätzchenbacken mit Kindern auch nicht.

Das Rezept muss ich nachreichen, da ein Teil der Kekse als Wichtelüberraschung in die Heimat weiterziehen soll. Nach dem dritten Advent stelle ich es aber ein. Mit eigenem Foto! 



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