Mittwoch, 19. Dezember 2012

Apropos Weihnachten

Seit ich in Israel lebe, spielt Weihnachten eine recht untergeordnete Rolle, außer wir verbringen die Feiertage in der Heimat, was alle paar Jahre vorkommt. In dieser jüdisch geprägten Gesellschaft gibt es Weihnachten, mit Ausnahme der wenigen Städte, in denen christliche Araber einige Weihnachtstraditionen pflegen, nämlich überhaupt nicht. Keinen Advent, keine Weihnachtslieder, keinen Schnee und keine winterliche Deko. Heiligabend ist ein normaler Werktag, spontan gefragt wüsste der Durchschnittsisraeli vermutlich nicht mal, dass gerade rund um den Erdball gefeiert wird.

Dieses Jahr sind wir Weihnachten in Israel und werden trotzdem mal richtig feiern. Naja, was man so richtig nennen kann - im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten eben. Meine Eltern kommen zu Besuch, da entstehen zwangsläufig Vorfreude und ein gewisser Erwartungsdruck gleichzeitig. Das Menü ist mehr oder weniger im Kasten (Fleisch habe ich heute im Supermarkt erlegt), meine spärliche Deko suche ich noch zusammen, an einer kreativen Lösung für das Problem Weihnachtsbaum tüftle ich noch, und Plätze für den rettungslos überrannten Gottesdienst in Jerusalem sind auch reserviert. Das Spektakel in Bethlehem wäre dann wohl doch etwas too much, abgesehen davon, dass wir Israelis uns mehr oder weniger illegal reinschleichen müssten...

Bethlehem an Weihnachten (Quelle Ynet)


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Kommentare:

  1. Danke, dass Du so interessante Einblicke gewährst! Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, minimalistisch zu bleiben. Ich glaube, mir persönlich würden ein paar Kerzen und Sterne genügen. Ich wünsche Dir viel Freude mit dem Familienbesuch!
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Genau, ich tendiere auch dazu, es schlicht zu halten. Was Deko angeht, ist weniger oft mehr, finde ich :) Schöne Feiertage dir und deiner Familie!

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