Samstag, 13. Oktober 2012

[Buch] Nina Suslik: SALVA (Sturmflut)

Nina Suslik: SALVA
Ich bin dystopiesüchtig. Weil ich schon so viele gelesen habe, kann mich das Genre aber nicht mehr so richtig überraschen. Trotzdem war ich neugierig auf SALVA: Die Heldin Milla lebt in einem neuen düsteren Europa, lange nachdem eine Reihe von Katastrophen den Kontinent bis in die Grundfesten erschüttert hatten. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten rebelliert sie gegen das System und gerät dabei in eine schier ausweglose Lage. Plötzlich geht es nicht mehr "nur" um ihre Freiheit, sondern um Leben und Tod.

Nina Suslik hat einen klaren, angenehmen Schreibstil. SALVA liest sich durchgehend flüssig weg und hält sich nicht mit Wiederholungen und blumigen Details auf, das hat mir gefallen. Tatsächlich habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles ausgeht, nur um dann festzustellen, dass eine Fortsetzung geplant ist. Ist aber ok, ich lese gerne noch mehr über die Helden aus SALVA. Spannend fand ich, dass sich die Hauptpersonen bewusst fragen, was außerhalb ihrer "Mauern" passiert. Das kommt mir in vielen bekannten Dystopien zu kurz. Ja, manche Wendung war vorhersehbar, aber das hat mein Lesevergnügen nicht beeinträchtigt.

Auf den Punkt gebracht: Wer Dystopien mag und keine revolutionären neuen Themen erwartet, wird zum kleinen Preis mit SALVA ein paar feine Lesestunden erleben.

(Wenn Nina jetzt reich und schön wird, kann sie beim Folgeband vielleicht etwas mehr ins Proofreading investieren, denn über einige Schreibfehler bin ich dann doch etwas unsanft gestolpert. )



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