Donnerstag, 3. Juni 2010

ein lästiger Zwischenfall

ist mir heute passiert.

Unterwegs (n)irgendwo in Israel wurde ich bei etwa 80 km/h aus heiterem Himmel von einem unbekannten Gegenstand auf der Schnellstraße "angegriffen". Reifen geplatzt, Unterbau zerlegt, wenige hundert Meter weiter rechts rangefahren und beim Aussteigen fast von einem, ebenfalls rechts ranfahrenden LKW zermatscht. Doof gelaufen, aber wozu hat man schließlich einen Pannenservice in der Vollkasko?

Während ich noch versuchte, die Nummer desselben ausfindig zu machen, erschien ein höflicher junger Mann, vielleicht Anfang 20 in Uniform auf der Bildfläche, krempelte die Ärmel hoch und bot sich an, mir fix den Reifen zu wechseln. Ich war so perplex, dass ich erstmal in's Stottern kam, entschied mich letztlich aber doch für den Pannenservice da offensichtlich außer dem geplatzten Reifen noch mehr kaputt war. Trotzdem. So ein hilfsbereiter junger Mann aber auch. Unmittelbar danach musste ich noch zwei weitere Ritter der Landstraße "abweisen" - ob mir so viel Hilfsbereitschaft auch auf einer deutschen Autobahn begegnet wäre?

Da Warten allgemein und am Straßenrand im Besonderen wenig Spaß macht, überquerte ich, mein Kindergartenkind im Schlepptau, schließlich die Schnellstraße, snackte in einem Imbiss der nahegelegenen Armeebasis und durfte schließlich im Abschleppwagen mit in die Werkstatt fahren. Die Tochter fand das toll und auch ich kann das Ganze mit etwas Abstand als interessante Erfahrung verbuchen.

1 Kommentar:

  1. [...] meist verstopft, außerdem weiß man nie, was einem außer den ständigen Polizeikontrollen auf der Straße so auflauert und die Strecken sind ohnehin so kurz, dass ein schnelles Auto im Grunde rausgeschmissenes Geld [...]

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