Samstag, 3. Dezember 2016

Samstagsfragmente #67 - Warm bleiben im Winter

ein Hundeleben...

Heute 


genießen wir die Gemütlichkeit, die so ein paar Tage "richtiger" israelischer Winter mit sich bringt. Der Regen hat zwar nachgelassen und die Sonne hat sich heute sogar schon kurz gezeigt, aber es ist noch knackig frisch und außer dem Gatten, dem bekanntlich immer ein paar Grad zu heiß ist, suchen wir alle die Kuscheligkeit von warmen Pullis, Socken und Decken. Bei mir brechen zum Wintereinbruch ja jedes Jahr die Steinzeitgene durch: Zuerst sorge ich für eine warme Höhle und ziehe die dicken Federbetten und das Flanelllaken auf. Dann stürze ich mich in die Lebensmittelversorgung: Gestern habe ich außer einer mächtigen Lasagne fürs Abendessen einen Riesentopf Hühnersuppe gekocht, rund 3 Kilo Tomaten zu Soße verarbeitet und für schlechte Zeiten eingefroren, danach Haferbrei für unser Frühstück heute vorbereitet. Brot hatte ich schon am Donnerstagmorgen gebacken, sonst wäre das gestern sicher auch noch dran gewesen. Im Sommer ereilen mich solche Kochflashs so gut wie nie, es muss also was mit dem strengen Wetter zu tun haben, das mich dazu bringt, dafür zu sorgen, dass, komme was da wolle, die Familie nicht verhungern muss.

Später gehen wir die Quasitante des Gatten besuchen, die gerade eine Hüft-OP hinter sich hat. Da das Krankenhaus in unmittelbarer Nähe zum Meer liegt, werden wir uns danach vielleicht ein bisschen Seeluft um die Nase wehen lassen. Am Abend habe ich ein Treffen mit meiner Frauengruppe zum gift-exchange, das ist wohl sowas wie Wichteln auf Amerikanisch, ich bin gespannt :) 


die Woche 


hielt uns wie gewohnt gut auf Trab mit dem zweifelhaften Action Highlight am Dienstagabend, als ich mir mit Wucht selbst eins auf die Zwölf verpasste, weil mir beim Bücken im Halbdunkel eine Massivholzstuhllehne in die Quere kam. *autsch*


Erfreulichkeiten


  1. Regen!
  2. nicht in der eigenen Wohnung ertrunken
  3. selbst ausgeknockt, aber alles wieder gut
  4. echten deutschen Stollen gegessen, courtesy eines lieben Kollegen
  5. Kiras Buch ist erschienen! (Rezi

Erlesenes 


Mighty be our powers von Leymah Gbowee beeindruckt mich sehr und hält mir eindrücklich vor, wie wenig wir von unserem sicheren Wohnzimmer aus tatsächlich über die Schrecknisse in vielen Ländern dieser Welt wissen (wollen?). Horror und Hoffnung liegen in Gbowees Autobiographie über Jahre nah beieinander und dennoch findet sie die Kraft, für Frieden und Gemeinschaft vor allem unter Frauen zu kämpfen, 2011 erhielt sie für ihre unermüdliche Arbeit den Friedensnobelpreis. Ich bin beschämt, dass ich vorher nichts von ihr gehört hatte und empfehle ihr Buch hiermit ganz explizit. Auf Deutsch ist es unter dem Titel "Wir sind die Macht" bei Klett-Cotta erschienen, scheint aber aktuell leider vergriffen und für Kindle gar nicht erhältlich zu sein. *grummel*


Foto der Woche


Lecker Stollen in Nahaufnahme....


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Webfragmente


Meine Freundin Elie, die ein Curriculum für Friedenserziehung in Schulen erarbeitet, hat einen weisen Blogartikel als Nachlese zu den Großbränden der letzten Woche verfasst (Englisch)

Ein witziges Zeichentrickfilmchen kam diese Woche von der Jerusalemer Stadtverwaltung, Thema "Bereit für den Winter". Wer die Serie "Game of Thrones" kennt, wird hier auch ohne Ivritkenntnisse schmunzeln :) 
Winter kommt nach Jerusalem


Wie wichtig es ist, in den social media Fakten zu prüfen, bevor man alles weiterteilt, was einem so unterkommt, zeigt diese Präsentation (Englisch)


Wie war eure Woche? 


// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //


Freitag, 2. Dezember 2016

Nasse Füße

Der Wecker hatte nicht geklingelt.

Als der Gatte um Viertel vor acht aus dem Schlaf schreckt, rücken das Mädchen und ich unter der warmen Decke enger zusammen, wo wir gestern nach dem kuscheligen Vorlesen in der Ungemütlichkeit des verregneten Abends beide eingeschlafen waren. Der Frieden währt nur kurz, denn nur Sekunden später hören wir ihn im Wohnzimmer erst innehalten, dann unflätig schimpfen - Flur und Küche sind überschwemmt, dabei hatte er die Woche unter der Balkontür extra noch neues Silikon verlegt, wo es in den Vorjahren öfter mal reingeregnet hatte. Eine nähere Katastrophenuntersuchung ergibt dann auch, dass es dort zwar staubtrocken ist, die Suppe aber unter einer anderen Balkontür reinläuft, weil dort der Abfluss zur Regenrinne verstopft ist. Das hat man davon, wenn man in einem Land lebt, in dem es fast ein Dreivierteljahr gar nicht regnet und Staub und Dreck sich in jeder Ritze (oder Regenrinne) festsetzen. Da um acht die Schule los geht und das Mädchen eh schon zu spät dran ist, kümmere ich mich erstmal darum, dass sie sich anzieht, ein Pausenbrot bekommt und die Zähne putzt. Normalerweise macht das der Gatte, der Gute, aber der ist damit beschäftigt das Wasser aus der Wohnung zu bekommen. Der Schulrucksack ist natürlich auch nicht fertig gepackt, das übernehme ich eben schnell, danach werfe ich mir meinen warmen Mantel über, stecke meine Schlafanzughosenbeine in die hohen Stiefel, das Mädchen in die Regenjacke, suche und finde das Hundemäntelchen und einen Regenschirm und treibe Kind und Hund aus der Wohnungstür.




Nach der friedlichen Hunderunde in der frischen Herbstluft komme ich zurück zu einem ratlosen Gatten. Er kriegt den Abfluss nicht frei, hat aber einen Nachbarn alarmieren können, der handwerklich begabter und besser ausgerüstet ist als mein Feinmotoriker. Der kommt auch prompt, hat keine Angst vor Regen und schafft es innerhalb von Minuten, die Rinne frei zu legen. Außer einem großen Dankeschön und einem guten Kaffee können wir ihm leider nichts anbieten, aber wir überlegen uns was, denn ob heute bei diesem Wetter am Freitag ein Klempner gekommen wäre ist fraglich. So einen Nachbarn kann man wirklich nur jedem wünschen ♡ 

Positiv an der ganzen Geschichte: Die Wohnung ist mal wieder gründlich sauber gewischt worden, sogar unter dem Kühlschrank und hinter der Spülmaschine.


(Jetzt sind wir wieder unter Decke. Das Mädchen mit dem iPad, der Gatte mit dem Kindle und ich am Bloggen - gemütlich.)

Donnerstag, 1. Dezember 2016

[Buch] Kira Minttu: Keep on Dreaming

Seit Jahren warte ich auf diesen Moment! Ok, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen dramatisch, aber es ist tatsächlich so, dass ich dieses Buch und seine Entstehungsgeschichte schon eine gefühlte Ewigkeit lang gespannt verfolge ...




Katinka führt ein Leben um das sie mein 16-jähriges Ich glühend beneidet: Ihr erfolgreiches Musikblog "Listen up!" verschafft ihr Backstagepässe zu Konzerten und Interviewtermine mit den angesagtesten Bands, ihr bester Kumpel wird von der halben Schule angehimmelt und sie hat eine Freundin, die immer für sie da ist. Außerdem ist sie auch noch nett und keineswegs zickig oder überheblich, wie man es vielleicht erwarten würde, wenn jemand so lässig unterwegs ist. Aber nicht alles läuft locker und cool, denn in der Rockmusikwelt, in der Musiker sich selbstverständlich mit Groupies umgeben, entstehen oft blöde Situationen, die Katinka zweifeln lassen, ob man sie und ihr Blog überhaupt ernst nimmt. Richtig kompliziert (und aufregend!) wird ihr Leben, als sie James McMillan kennenlernt, den unverschämt gutaussehenden Frontman der Band Keep on Dreaming..

***

Ich habe diese Buch verschlungen! Vom ersten Satz an fühlte ich mich als Leserin in die Welt von Katinka und ihren Bloggerfreunden eingesaugt und konnte den Kindle kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Kira Minttu trifft mit ihrem Schreibstil den Ton ihrer Zielgruppe und beschreibt authentisch den Alltag von ganz normalen Jugendlichen zwischen Schule, Abhängen und Ausgehen. Ihre Protagonisten und deren Realität baut sie so sympathisch und echt auf, dass man kaum glauben mag, dass es sich hier um reine Fiktion handelt. Neben der Haupthandlung hat mich besonders die Freundschaft zwischen Katinka und Juli sehr berührt - jedes Mädchen sollte so eine beste Freundin haben! - und ihre Mutter, die in ihrer Rolle ebenfalls absolut glaubwürdig daher kommt, wurde für mich zur heimlichen Heldin in der Geschichte (und taugt mir zum Vorbild für des Mädchens kommende Teeniejahre).

Aber Keep on Dreaming ist nicht nur ein realistischer High School-Roman, denn Kira lässt ihre Charaktere in der berüchtigten Backstagewelt der Rockszene mitspielen. Welcher Teenie träumt nicht davon, nach einem mitreißenden Rockkonzert einmal hinter die Bühne zu dürfen und und seinem Idol in Echt gegenüber zu stehen? Im Roman kann man als Leser einen Blick riskieren, denn für Katinka ist das durch ihr Blog fast schon ein Teil ihres Alltags. Sie koordiniert die Termine der Plattenlabels und wickelt Interviews mit Musikern meist professionell und souverän ab. Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl mitten im Geschehen zu sein - mit ihr zu albern, mich zu ärgern, aufzuregen und - als McMillan auf der Bildfläche erscheint - kurz den Atem anzuhalten.

Eine Bloggerkollegin von mir hat neulich einmal zu mir gesagt, ein guter YA-Roman sei für sie einer in dem man sich "mitverlieben" kann, und das ist auch Kira mit ihrem Erstling gelungen. Obwohl man dem keine Sekunde anmerkt, dass er ein Erstling ist, dazu erzählt Kira schon viel zu lange Geschichten, auf ihrem eigenen Blog und anderswo. Man fragt sich eher, warum es so lange bis zum ersten Roman gedauert hat.


"Keep on Dreaming" ist ab sofort als Kindle eBook für 3,99 Euro erhältlich. Als Taschenbuch erscheint es im Amrun-Verlag und kann dort, bei Amazon oder im Buchhandel bestellt werden. Eine ausführliche PDF-Leseprobe gibt es hier

Und wem das alles noch nicht reicht, kann sich das erste Kapitel sogar von Kira vorlesen lassen - hier



Vielen Dank an die Ink Rebels, dass ich die überarbeitete Geschichte vor allen anderen noch einmal lesen durfte 💙


Samstag, 26. November 2016

Samstagsfragmente #66 - Heiße Woche

Jaffa-Tor, Altstadt Jerusalem

Heute



ist eigentlich erst Freitag, aber ich dachte mir, ich nutze die Chance, einmal früh dran zu sein mit den Vorbereitungen für die Samstagsfragmente ....  Im Wohnzimmer werden noch Hausaufgaben gemacht und danach ist für das Mädchen höchste Zeit, schlafen zu gehen. Vorher haben wir ein gemütliches Shabbatessen genossen - Gulasch mit viel Wurzelgemüse und leckerer Soße - und im Kühlschrank wartet für morgen früh schon der vorbereitete Haferbrei, der dann nur noch gebacken werden muss. Das ist mein Lieblingswinterfrühstück und jetzt ist es endlich mal kalt, ok mindestens ungemütlich, genug dafür. Ein produktiver Freitag liegt hinter mir und dem Gatten, denn wir waren schon in aller Frühe bei IKEA. Unsere Boxspringbasis ist nämlich vor zwei Wochen unter dem Gatten zusammengebrochen, ein Bein hatte wohl Materialermüdung, und obwohl wir es übergangsweise mit einigen dicken Wörterbüchern stützen konnten, musste natürlich eine Alternative her. Nun hatte IKEA in der Zwischenzeit das Sortiment grundlegend geändert, weswegen die von mir letzte Woche gekauften Beine nicht mit unserem Rahmen kompatibel waren. Also mussten wir noch mal hin, diesmal schon darauf vorbereitet, ein neues Bett zu kaufen, als uns ein außergewöhnlich gut informierter IKEA-Mitarbeiter ein Zubehörteil in die Hand drückte, mit dem wir die neuen Beine doch noch an unser altes Boxspring montieren konnten. (Sollte ich irgendwann so berühmt werden, dass ich meine Memoiren schreiben muss, wird IKEA eine wichtige Nebenrolle spielen, so viel ist sicher). 

Geld gespart könnte man meinen, aber wo wir nun schon mal dort waren... Ihr kennt das. Jedenfalls hat der Gatte jetzt einen neuen Drehsessel für die Computerecke. Und das alles am Black Friday, an dem man ja eigentlich gar nichts kaufen soll, um sich der weltweiten Konsummanie entgegen zu stellen, aber so ist es nun.


Die Woche



fühlte sich beinahe apokalyptischen an mit verheerenden Bränden über das ganze Land verteilt. Der Großraum Jerusalem war betroffen, richtig beängstigende Ausmaße nahmen die Brände aber in der dicht besiedelten Hafenstadt Haifa an, wo ganze Stadtviertel evakuiert werden mussten. 70.000 Menschen wurden dort vorübergehend obdachlos. Inzwischen konnten zwar die meisten zurück in ihre Wohnungen, ganz ausgestanden ist die Krise aber noch nicht, denn der Regen lässt weiter auf sich warten. Schön zu sehen, war die Solidarität sowohl der umliegenden Länder, die kurzfristig Löschflugzeuge und Feuerwehrteams schickten, als auch der vielen Israelis, die mit praktischen Hilfsangeboten wie Übernachtungsmöglichkeiten vielen Mitbürgern helfen konnten. 

Erfreulichkeiten


  1. Star Trek auf Netflix entdeckt - u.a. alle Folgen mit Captain Picard ♡
  2. IKEA-Geschichte (s. oben)
  3. beim Hausarzt Rezepte angefordert und dankbar innegehalten, dass ich das in diesem Land ganz selbstverständlich tun kann
  4. Adventsmarkt in Jerusalem - Glühwein und Curry Wurst und Waffeln und Gestricktes ..
  5. angeregte Gespräche über Sauerteig gehabt

Erlesenes 



Balzac and the little Chinese seamstress von Dai Sije habe ich diese Woche für die Bücherkulturchallenge gelesen. Ein außergewöhnliches autobiographisch geprägtes Buch, das mich beeindruckt und berührt hat. 



Foto der Woche 



ein Nachzüglerfoto vom Toten Meer:


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Webfragmente 



Weihnachtswerbung (nicht Edeka)!

Mrs. Claus von Marks & Spencer
Mog's Christmas Calamity von Sainsbury
Ein Imam und ein Priester treffen sich zum Tee von Amazon


Denn während bei euch der Advent schon vor der Tür steht mit Deko, Besinnlichkeit, Plätzchen und co., muss ich hier ja die Weihnachtsstimmung eher suchen. Nur um den Stress beneide ich euch so gar nicht - spürt ihr den schon sehr?



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog 
Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //

Mittwoch, 23. November 2016

Mein Sauerteig ♡


Wie die Jungfrau zum Kinde bin ich vor einigen Monaten zu meinem ersten Sauerteig gekommen, jedenfalls wenn man die Hermannkuchen meiner Kindheit nicht mitzählt, die sind ja streng genommen auch eine Art Sauerteig. Alles fing damit an, dass eine Freundin für mehrere Wochen in den Urlaub fuhr und einen Babysitter für ihre Sauerteigkultur (Heb. Machmetzet, wörtlich "die sauer macht") suchte, denn, so ließ ich mich belehren, so ein Sauerteig muss alle paar Tage gefüttert und gerührt werden, sonst geht er ein. Wie sie ausgerechnet auf mich kam, kann ich nur vermuten, möglicherweise, weil ich in ihrem Bekanntenkreis die einzige bin, die annähernd in die Hippie-Öko-Ecke passt? Oder weil Deutsche hier in Israel allgemein als sehr zuverlässig, ordentlich und pünktlich (das bringt mich ja immer wieder zum Lachen!) wahrgenommen werden, wahrscheinlich hatte sie Sorge, dass ihre geschätzte Kultur in einem durchschnittlich stressigen israelischen Haushalt kippt, weil sie schlicht vergessen wird. Es ist ja eigentlich auch egal, denn Fräulein Machmetzet und ich wurden dicke Freundinnen, jedenfalls nach einigen Anlaufschwierigkeiten...

Die Anleitung meiner Freundin, zwischen Tür und Angel in mein Notizbüchlein gekritzelt, lautete folgendermaßen: 

Zum Füttern:
Alle 4-5 Tage 1 Becher Mehl und 3/4 Becher Wasser in die Kultur rühren. 
Zum Brot backen:
1 Becher Sauerteig, 3 Becher Mehl, 1,5 Becher Wasser, 2 TL Salz zusammenrühren
und in einer Silikonkastenform mindestens 6 Stunden gehen lassen. Danach etwa 45 min. backen. 

Weil ich nicht kapierte, dass die Sauerteigkultur zwar im Kühlschrank stehen, der angerührte Brotteig aber bei Zimmertemperatur gehen muss, wurden meine ersten Brote nicht wirklich brotartig. Außen sahen sie zwar aus wie Brot, aber innen blieben sie schwer und feucht. Da ich bisher nur Erfahrung mit Hefeteig gemacht hatte, wusste ich auch nicht, wie "richtig" gegangener Sauerteig aussehen muss. Ein weiterer Ausflug ins Internet brachte wertvolle Erkenntnisse und beim nächsten Mal sah mein Teig dann schon viel mehr aus wie der hier:




Außer Mehl, Wasser und Salz knete ich Sonnenblumenkerne und Leinsamen unter, mit Haferflocken und Kürbiskernen habe ich auch schon erfolgreich experimentiert. Nach einigen geglückten Versuchen habe ich die olle Silikonform in den Schrank verbannt und knete stattdessen den gegangenen Teig jetzt vor dem Backen noch einmal von Hand ordentlich durch. Je nach Tagesform von Fräulein Machmetzet muss ich nach Augenmaß Mehl zugeben, damit ich einen stabilen Leib formen kann. Den stecke ich in den kalten Backofen, stelle ihn auf 200°C und den Timer auf 60 Minuten, so wird das Brot für uns perfekt. Besonders toll finde ich, dass es sich so gut schneiden lässt, das war bei meinen früheren Brotbackversuchen mit Hefeteig nämlich immer das Hauptproblem: Die Brote krümelten beim Schneiden und taugten dem Gatten nicht für seine geliebten belegten Brote.





I ❤ Miss Machmetzet  


Wie sieht es bei euch aus? Backt ihr Brot selbst? Wenn ja, wie?